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Lokales

21. Oktober 2017 | 21:42 Uhr

Erfolgsstory made in Meyenburg

vom

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erstellt am 02.Sep.2010 | 07:11 Uhr

Meyenburg | Morgen wird in Meyenburg groß gefeiert, und dafür gibt es einen guten Grund: Die Meyenburger Möbel GmbH feiert ihr 20-jähriges Bestehen seit der Wende. Und es ist eine äußerst positive Entwicklung, auf die Geschäftsführer Dietmar Gornig und seine Belegschaft zurückblicken können.

Der Grundstein für das Unternehmen wurde aber eigentlich schon 1946 gelegt, und zwar von Heinz Schulz, dem Stiefvater des heutigen Geschäftsführers. Der gründete damals eine kleine Tischlerei, aus der später ein Möbelwerk wurde, das schon zu DDR-Zeiten einen großen Partner fand, nämlich IKEA. Seit 1973 werden im kleinen Meyenburg Möbel für den multinationalen Einrichtungskonzern hergestellt, darunter das wohl bekannteste IKEA-Möbelstück - das Billy-Regal. Und sogar Prignitzer konnten in den Genuss der für den Export in das nichtsozialistische Wirtschaftssystem produzierten Möbel, wie es damals hieß, kommen. Der Meyenburger Hersteller unterhielt nämlich in der Stadt einen Industrieladen, wo Möbel mit kleinen Schönheitsfehlern angeboten wurden.

1990 starteten die Meyenburger als GmbH neu durch mit dem so genannten Werk II außerhalb des Stadtgebietes und gerade noch 140 von ehemals 450 Beschäftigten. Doch das Durchstarten nahmen die Meyenburger wörtlich, bauten das Unternehmen an der Freyensteiner Straße Schritt für Schritt weiter aus. Heute hat die Meyenburger Möbel GmbH 435 Mitarbeiter, erstreckt sich mit ihren Produktions- und Lagerflächen auf 57 500 Quadratmeter, verzehnfachte den Umsatz in den vergangenen 20 Jahren.

Hauptpartner blieb auch nach der Wende IKEA. Derzeit werden in Meyenburg im drei-Schicht-Betrieb rund 180 Artikel dafür produziert, darunter nach wie vor das Billy-Regal. Ob Wohnraum-, Heimbüro-, oder Jugendzimmer-Möbel, alle werden aus Echtholzfurnier gefertigt, variieren in Buche, Birke, Esche oder Eiche. Modernste Produktionsanlagen machen es möglich, dass täglich 30 bis 40 Lastkraftwagen das Werk verlassen, die Möbel weltweit versenden, nach Russland ebenso wie nach China und Japan oder Nordamerika, und natürlich auch europaweit. Die deutschen IKEA-Möbelhäuser werden direkt beliefert, und das innerhalb von drei Tagen.

Versteht sich von selbst, dass das Unternehmen auch für den eigenen Nachwuchs sorgt, Holzmechaniker, Mecha troniker, Industriekauffrauen bzw. -männer und auch Ingenieure für Holztechnik ausbildet, Letztere im dualen Studium gemeinsam mit der Berufsakademie Dresden.

So viel Erfolg soll auch richtig gefeiert werden, und das tun die Möbelproduzenten morgen mit einem großen Familienfest im Schlosspark gemeinsam mit den Meyenburgern und allen, die dabei sein möchten.

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