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Erfolg für SVZ-Leser: Stadt jagt Nachtraser

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Schwerin | Die durch SVZ-Berichte ausgelöste Debatte zu kommunalen Verkehrskontrollen trägt Früchte: Die Stadt wird künftig auch nachts Raser ins Visier nehmen. Dies kündigte Ordnungsamtsleiterin Gabriele Kaufmann im Interview mit unserer Zeitung an.

Die von vielen SVZ-Lesern erhobene Forderung nach nächtlichen Blitzer-Einsätzen sei richtig, da es zu extremen und damit besonders gefährlichen Tempo-Verstößen in der Tat oft bei Dunkelheit komme, so Kaufmann. Beim Ordnungsamt würden bereits Dienstpläne umgestaltet, um bald mit Nacht-Kontrollen beginnen zu können.

Noch einem vielfach geäußerten Wunsch will das Ordnungsamt entsprechen. So weit es die begrenzten Möglichkeiten zuließen, werde die Stadt ihr Tempo-Messgerät vermehrt in Wohngebieten aufstellen, so Kaufmann. Etliche Leser hatten bemängelt, dass die Kommune auf solche Anregungen bislang kaum reagiert habe.

Den Vorwurf der "Abzocke" weist die Ordnungsamtsleiterin indes entschieden zurück. So stimme es nicht, dass die Kommune die Zahl der Blitzer-Einsätze im Vergleich zu den Vorjahren erhöht habe. Auch der Vorwurf, die Stadt stelle die Messgeräte willkürlich vor allem an Hauptstraßen auf, um besonders viele Verstöße ahnden und damit mehr Geld einnehmen zu können, ziele ins Leere. Vielmehr würden bei der Auswahl der Kontrollpunkte die Vorgaben des Landes umgesetzt.

Ausgelöst hatte die Debatte ein SVZ-Bericht über die im städtischen Haushalt 2010 eingeplanten Einnahmen aus Verwarn- und Bußgeldern in Höhe von mehr als drei Millionen Euro. Doppelt so viel wie in Cottbus, wo auch rund 100 000 Menschen leben. Lob und Kritik am Schweriner Ordnungsamt hatten sich danach die Waage gehalten.

>> Im Gespräch mit SVZ-Redakteur Mathias Gröckel stellte sich Ordnungsamtsleiterin Gabriele Kaufmann den Meinungen der Schweriner. Dieses können Sie im Schweriner Lokalteil unserer Printausgabe nachlesen.

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erstellt am 17.Aug.2010 | 08:38 Uhr

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