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Hansa-Jungprofi Tom Weilandt : Er will mehr Tore schießen als Papa

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Der einstige DDR- Nationalspieler Hilmar Weilandt bestritt über 400 Pflichtspiele für den FC Hansa. Am 2. Mai 1992 verlor er in der 1. Bundesliga 1:3 beim 1. FC Köln. Fünf Tage später wurde sein Sohn Tom geboren.

Rostock | Der einstige DDR-Nationalspieler Hilmar Weilandt bestritt über 400 Pflichtspiele für den jetzigen Fußball-Zweitligisten FC Hansa. Am 2. Mai 1992 verlor er mit den Rostockern in der 1. Bundesliga 1:3 beim 1. FC Köln und stand dabei den Weltmeistern Bodo Illgner und Pierre Littbarski gegenüber. Das interessiert heute zwar niemanden mehr, aber: Ganze fünf Tage vorher hatte sein Sohn Tom das Licht der Welt erblickt, und nun, gut 19 Jahre später, schickt der sich an, das "Erbe" fortzuführen.

"Hille" hat nicht nur den Rufnamen geerbt

"Hille" führt nicht nur den gleichen Rufnamen wie sein berühmter Vater, ihm ist auch dessen technische Versiertheit eigen. Nicht umsonst hat er zwei U18-Länderspiele zu Buche stehen (Ungarn 6:3 und Serbien 3:2 im Dezember 2009 in Israel), und bei den Hansa-Profis durfte Tom auch bereits ran: Am 30. April wurde er beim 3:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden zur zweiten Halbzeit eingewechselt. NNN bescheinigten ihm ein "bemerkenswertes Debüt". Das Trikot hat Tom aufgehoben. Es hängt bei ihm zu Hause in Diedrichshagen an der Wand - neben einigen weiteren, die Papa einst eintauschte. Das des Brasilianers Amoroso (Borussia Dortmund) zum Beispiel, 2002 Torschützenkönig der 1. Bundesliga. Oder eines von Sebastian Deisler (Hertha BSC Berlin).

Auf die Premiere in der 3. Liga folgte für den 19-Jährigen, dessen Laufbahn beim SV Warnemünde und bei der LSG Elmenhorst begann, allerdings ein bitterer Moment. Mit den A-Junioren des FC Hansa (für den er seit der D-Jugend spielt) stand er im DFB-Pokalfinale gegen den SC Freiburg, und ausgerechnet er scheiterte im Elfmeterschießen an Torwart Alexander Schwolow: "Ich wollte nach rechts schießen, sah, dass er schon sprang, aber es war zu spät, mich noch umzuentscheiden. Wenn man als Einziger vergibt, ist das natürlich schade. Das war mein bisher blödestes Erlebnis im Fußball. Aber ich wurde von der Mannschaft gut aufgefangen."

"Kämpfe um so viele Einsätze wie möglich"

Inzwischen hat Tom Weilandt einen Zwei-Jahres-Vertrag als Profi unterschrieben. Wenn er auch jetzt am Christophorus-Gymnasium erst mal in die 13. Klasse kommt, mithin 2012 sein Abitur macht, will er dennoch "angreifen und dafür kämpfen, so viele Einsätze wie möglich zu bestreiten. Ich weiß, dass das unter den ganzen gestandenen Spielern nicht einfach wird", so der Offensivmann. Der möglichst schnelle Klassenerhalt stehe aber ohnehin an erster Stelle.

Stets und ständig auf den Vater angesprochen zu werden stört den älteren Bruder von Lina (12) nicht: "Im Gegenteil, das macht mich stolz. Er ist mein Vorbild. Ich will nur mehr Tore schießen als er (Hilmar brachte es in 160 Partien der 1. Bundesliga auf ganze drei Treffer - d. Red.)."

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erstellt am 24.Jun.2011 | 06:47 Uhr

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