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Lokales

23. August 2017 | 21:45 Uhr

Eltern-Kind-Zentrum wächst in Schwerin

vom

Schwerin | Der Anfang ist gemacht: Die Kinder ta ges stätte "Igelkinder" im Mueßer Holz hat die ersten erfolgreichen Schritte auf dem Weg zu einem "Eltern-Kind-Zentrum" unternommen, in dem insbesondere Elte rn mit Kindern unter drei Jahren in der Lan deshaupt stadt niedrigsc hwellige Angebote zur Familienbildung finden. So gibt es in der Kita der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Justus-von-Liebig-Straße seit Kurzem eine zu sätzliche Krabbelgruppe, ein Eltern café und ein Frühstück, bei dem sich Eltern treffen können, offene Spiel ange bote und ein gemein sames Kochen.

"Mit unseren Angeboten richten wir uns nach den Bedürfnissen der Eltern", sagt Simone Mühlbauer, Fachberaterin für Kita und Familie bei der Schweriner Awo. Oft hätten Eltern Probleme bei der Erziehung ihrer Kinder, trauten sich aber nicht, zu Behörden zu gehen, um sich helfen zu lassen. Gerade auch Mütter und Väter zu erreichen, die die Ange bote der Kinder tages förde rung bzw. der Eltern bildung bislang nicht nutzen - das ist das Ziel des Modellprojekts "Vielfalt für die Kleinsten", bei dem neben der Awo-Kita in Schwerin auch Einrichtungen in den Jugendamtsbereichen Uecker-Randow, Müritz und Rügen mitmachen.

"Wir wollen jedem Kind optimale Startchancen auf seinem individuellen Bildungsweg ermöglichen und die Eltern bei der Erziehung unterstützen. Hier ist es ganz besonders wichtig, alle Eltern zu erreichen", erklärte Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) jüngst auf einem Fachtag, bei dem erste Er gebnisse des Modellprojektes vorgestellt wurden, an dem sich auch noch die Bundesländer Berlin und Brandenburg beteiligen.

In Schwerin besuchten sehr viele Kinder eine Kita, so der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses der Stadtvertretung, Peter Brill (Linke). Es sei daher folgerichtig zu versuc hen, hier Beratung und Hilfeleistung mit anzubieten. "Dabei geht es nicht darum, Eltern Verantwortung abzunehmen", betont Brill. OB Angelika Gramkow (Linke) wertet die Teilnahme der Landeshauptstadt am Modellprojekt - finanziert von Land, Stadt, Stiftung Jugendmarke und der Awo - als "weiteres Zeichen dafür, das Schwerin die Familienfreundlichkeit ernst nimmt und Elter n ganz praktisch im Erziehungsalltag hilft".

Nach Angaben von Igel kin der-Leiterin Anke Bruhn-Kokles nutzen derzeit 25 Elte rn in der Woche die neuen Angebote in der Kita. Perspektivisch sei daran gedacht, spezielle Beratungen etwa für Migranten und zu sozialen Fragen anzubieten. "Jetzt kommt es uns vor allem darauf an, das Vertrauen der Elter n zu gewinnen", so Bruhn-Kokles.

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erstellt am 06.Sep.2010 | 10:05 Uhr

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