Elektronische Post für Bürgermeister

Auf der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses Hagenow-Land war das Einrichten eines elektronischen Briefkastens für jede Gemeinde ein Thema. Dieter Hirschmann
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Auf der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses Hagenow-Land war das Einrichten eines elektronischen Briefkastens für jede Gemeinde ein Thema. Dieter Hirschmann

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09. September 2010, 01:57 Uhr

Hagenow | Ab Oktober haben die Einwohner der Gemeinden des Amtes Hagenow-Land die Möglichkeit, auf elektronischem Weg Kontakt mit ihrem Bürgermeister bzw. mit der Gemeinde aufzunehmen. Darüber verständigten sich die Mitglieder des Amtsausschusses Hagenow-Land auf ihrer jüngsten Sitzung am Dienstag in Hagenow.

"In Ergänzung zum bestehenden Internetauftritt des Amtes Hagenow-Land, den wir vor einiger Zeit in Betrieb nahmen, werden wir als nächsten Schritt die Erreichbarkeit der Bürgermeister und der Gemeindevertreter erhöhen", erläutert im Gespräch mit SVZ Systemkoordinator Steven Hufnagel, der im Amt Hagenow-Land zuständig ist für die technische Ausführung des Vorhabens. Die einzelnen Gemeinden brauchen jetzt also nicht eigene und einzelne Postfächer anlegen, was theoretisch ja auch möglich wäre, um über das Internet erreichbar zu sein.

"Nein, wir werden uns bei der Wahl der jeweiligen Mail-Adressen, die zu gegebener Zeit dann auch bekannt gemacht werden, anlehnen an die offiziellen elektronischen Adressen des Amtes. So wird beispielsweise eine Mail-Adresse ,Kuhstorf@-hagenow-land.de lauten", erläutert Hufnagel weiter.

Auf der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses mit den Bürgermeistern und Vertretern der Gemeinden erläuterte er die Möglichkeiten und Wege, elektronische Post zu empfangen und zu verschicken, und ging dabei insbesondere auf den Datenschutz ein. In diesen Tagen beginnt der Testlauf, und ab Oktober, so hofft auch Amtsvorsteherin Brigitte Wolf, werden dann die Gemeinden auf elektronischem Wege erreichbar sein.

Bürgermeister Jürgen Hamann aus Pritzier erklärte auf der Sitzung, zunächst aufgrund der schlechten Qualität des Internets in seiner Gemeinde, auf den elektronischen Briefkasten zeitweilig zu verzichten, bis das Internet in seinem Bereich eine Breitbandversorgung möglich macht.

Alle anderen Bürgermeister zeigten sich am Dienstag einverstanden mit dem Öffnen des elektronischen Briefkastens für ihre Gemeinde am 1. Oktober. Hamann sprach mit seinem Zögern jedoch ein bestehendes Problem an, das in absehbarer Zeit im Amtsbereich Hagenow-Land gelöst werden soll. Natürlich ist es nach seinen Worten rein theoretisch auch jetzt schon möglich, die Bürgermeister über das Internet per Mail zu erreichen. Denn das sei auch über einen langsamen Internet-Zugang realisierbar. Doch jeder, der das einmal probiert hat, weiß, dass das nicht so prickelnd ist, weil es ewig dauert, bis die Post, sprich Mail durch ist. "Bei der Breitbandversorgung der Gemeinden liegen wir derzeit bei knapp 50 Prozent Abdeckung. Da ist also noch Potenzial drin. Wir hoffen, dass wir spätestens im kommenden Frühjahr 80 Prozent der Gemeinden in der Fläche des Amtes Hagenow-Land mit dem schnellen Internet versorgen können. Unser Ziel sollte es sein, zum Ende des nächsten Jahres hier die Abdeckung weitestgehend für alle Gemeinden zu schaffen", blickt Steven Hufnagel in die Zukunft, in der dann hoffentlich auch die Einwohner von Pritzier ihrem Bürgermeister Jürgen Hamann oder der Gemeinde eine Mail, also einen elektronischen Brief, schicken können.

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