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Plau am See Aufs Wasser mit Motor und Segel

Von Alexander Fischbach | 18.06.2020, 15:30 Uhr

Segel- und Surfkurse auf dem See haben begonnen

Windsurfen und Segeln auf dem See, viele Urlauber träumen davon. Auch in der jetzigen Coronazeit ist es möglich Kurse zu besuchen und die entsprechenden Fähigkeiten zur Ausübung dieses Sports zu erlernen. Gerd Menning betreibt eine Segelschule in Plau, auch einen Teil der Marina hat er unter sich. „Es ist beinahe wie vor Corona, die Liegeplätze sind alle belegt und auch die Kurse laufen wieder“, sagt er. Man kann hier Sportbootführerscheine machen, für Motor- und Segelboote. „Dazu gehört natürlich auch eine ganze Menge Theorie “, fährt Menning fort. Allerdings laufe es dieses Jahr ein wenig anders. Die Theorie, hier geht es zum Beispiel um Verkehrsregeln auf dem Wasser und Verhalten in Notfällen, findet online statt. „Ganz so wie es im Moment auch in den Schulen läuft“, sagt er.

Theorie online, Praxis auf dem See

Die Praxis für Sportboote und Segelboote finden natürlich auf dem See statt. Für Segler heißt das eine Woche täglich 6 Stunden lang sich mit Wind, Luft und Lee, Knoten binden und Steuerung auseinanderzusetzen. Am Ende des Kurses stehenden eine theoretische und praktische Prüfung. Über 20 Teilnehmer haben sich bereits für den nächsten Kurs angemeldet und das ist seiner Meinung nach gut so. Die Lockerung im Tourismus seien gerade rechtzeitig gekommen, um noch genug zu erwirtschaften. Jedoch, so gibt er zu bedenken, „selbst wenn das Geschäft jetzt gut läuft, muss man immer im Auge behalten, dass mit dem Jahresverdienst auch die Winterzeit überbrückt werden muss.“ Das trifft auch auf seinen Teil der Marina zu. Hier können auswärtige Schiffe einen Liegeplatz mieten. Im Moment sind das um die 60 Stück. Damit ist auch sein Hafenbetrieb gut ausgelastet.

Surfbodards werden ebenfalls als Wasserfahrzeuge eingestuft. Also muss auch hier nicht nur der Umgang mit Brett und Segel gelernt werden, sondern auch die Verkehrsregeln auf dem Wasser. Die meisten Kurse finden allerdings zur Sommerferienzeit statt. So gesehen hat Surflehrer Holger Brümmer die Coronakrise bis jetzt nach eigenen Worten unbeschadet überstanden. Auch Wakeboard und Wasserski kann man bei ihm lernen. Wasserski allerdings sind keine Wasserfahrzeuge. Eine Theorieprüfung wie beim Segeln oder Surfen braucht man hier nicht.

See gut geeignet für Einsteiger

„Den Grundschein beim Surfen“, erklärt er, „braucht man um sich das nötige Equipment ausleihen zu dürfen und alleine und Lehrer auf dem See zu surfen.“ In der Theorie gehe es um Vorfahrtsregeln, um den Umgang mit der Natur und anderen Wasserfahrzeugen und ähnlichem. Dieser findet allerdings bei ihm vor Ort statt, und zwar im Freien. Seiner Ansicht nach wäre es eine gute Saison, schon jetzt seien die Voranmeldungen sehr zahlreich. Brümmer vermutet „es wird in diesem Jahr mehr als sonst.“ Den See selbst hält er für ein ausgezeichnetes Revier, um Wassersportarten zu erlernen. Gerade der flache Uferbereich ermögliche es dem Anfänger, auch neben seinem Surfboard zu stehen und sich zwischendurch auszuruhen. Auch als Lehrer kommt man unter Umständen ohne Boot aus. „Die meisten Surfanfänger sind zwischen zehn und 16 Jahre alt. Viele machen auch die Kurse mit ihren Eltern zusammen“, erläutert er.