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Lokales

21. September 2017 | 21:20 Uhr

Elbtalaue: Prädikat wertvoll

vom

svz.de von
erstellt am 09.Mär.2011 | 07:06 Uhr

Berlin/Rühstädt | Mops fledermaus und kriechender Sellerie sind zwei Arten, die zu den mehr als 1000 Tier- und Pflanzenarten gehören, die nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) zu schützen sind. Die FFH-Richtlinie gilt europaweit für gefährdete Lebensraumtypen sowie für gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Im Landkreis Prignitz liegen die FFH-Gebiete schwerpunktmäßig im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, sagt die zuständige Referentin Heike Garbe. Rund 30 sind es. Das gesamte Reservat ist ein Vogelschutzgebiet. Zusammen mit der Vogelschutzrichtlinie bilden die FFH-Flächen das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000.

Nach einer Auswertung der aktuellen Meldelisten vom Bundesamt für Naturschutz sind derzeit rund neun Prozent der Landesfläche Deutschlands als FFH-Gebiete geschützt. Dazu kommen 51 geschützte FFH-Meeresgebiete ohne Bundeslandzuordnung, unter anderem der Bodensee, Meeresflächen, Bodden- und Wattflächen.

Mit 978 Flächen hat Bayern die meisten FFH-Gebiete gemeldet. Auf Kreisebene schwankt der Anteil der gemeldeten FFH-Gebiete zwischen 48 und null Prozent. Der Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz führt mit einem FFH-Gebietsanteil von rund 48 Prozent das Kreisranking an. Die sieben gemeldeten Gebiete nehmen eine Fläche von 224 Quadratkilometer ein.

In der Prignitz beträgt die Fläche rund 132 Quadratkilometer. Es gebe einzigartige Bestände, die Heike Garbe für sehr schützenswert hält. Dazu zählen beispielsweise die Brenndolden-Auenwiesen, die nur in Flusstälern vorkommen. Durch Eindeichung und anderen Ausbaumaßnahmen seien diese Wiesen sehr selten geworden. "Entlang der Elbe haben wir sie", so Garbe.

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