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Elbestädter drängen auf Baubeginn an Hafenbrücke

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erstellt am 10.Mai.2010 | 07:15 Uhr

wittenberge | "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Hafenbrücke, auch wenn an Ort und Stelle davon noch nichts zu sehen ist", sagt ein Vertreter der Firma Billfinger und Berger Schwerin . Das Unternehmen hat im März den Zuschlag für die Querung über den Hafen erhalten.

"Bis heute sieht man aber keine Bauleute. Dabei könnte doch längst an den Widerlagern gearbeitet werden." Verwundert und auch etwas sorgenvoll, weshalb es nicht vorwärts geht, wandte sich Siegfried Ströde an den "Prignitzer". Er sei außerhalb beschäftigt. Immer wenn er nach Wittenberge komme, hoffe er auf einen Baufortschritt. Aber nichts tue sich. Gleich ihm sind zahlreiche Elbestädter beunruhigt, wie mehrfache Nachfragen in der Redaktion in den letzten Tagen belegen.

Die Kommune ist Bauherr für die 80 Meter lange und 11,76 Meter breite Stabbogenbrücke. "Wir gehen nach wie vor davon aus, dass das Bauwerk Ende des Jahres fertig wird", sagt Bauamtschef Hubert Mackel. Die Ruhe auf der Baustelle täusche.

"Prignitzer"-Leser Ströde hingegen ist beunruhigt. Es sei nicht zu verstehen, so sagt er, dass nicht längst an den Widerlagern, also den Pfeilern, die die Stahlkonstruktion tragen werden, gearbeitet wird. Vom Wasserstand könne das nicht abhängen, schließlich müsse die Arbeitsfläche im Uferbereich in jedem Fall mit einer Spundwand abgeriegelt werden.

Der Vertreter von Billfinger und Berger folgt dieser Argumentation. Er sagt aber auch, "niemand hat heutzutage Spundbohlen in allen möglichen Abmessungen einfach so auf Lager liegen". Sie würden in der genauen Mengen und in den geforderten Abmessungen bestellt, wenn die Pläne für die Brücke endgültig geprüft seien. Noch sei die sehr umfangreiche Prüfung nicht abgeschlossen. Einen Grund zur Unruhe gebe es nicht. Das eigentliche Errichten der Widerlager werde in drei bis vier Monaten möglich sein. Diese beiden Pfeiler werden jeweils im Uferbereich gegründet. Damit kann die Zufahrt zum neuen Hafenanleger am Industriegebiet Süd in voller Breite genutzt werden.

Geplant war ursprünglich, die alte gemauerte Hafenbrücke, die aus zwei pa rallel verlaufenden Körpern bestand, bis in den März hinein Stein für Stein zurückzubauen. Die Stadt entschied sich für eine Sprengung im November, um den Weg in den Hafen zu optimieren.

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