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Lokales

20. November 2017 | 09:01 Uhr

ElbePort: Doppelter Umschlag avisiert

vom

svz.de von
erstellt am 12.Jan.2011 | 07:09 Uhr

Wittenberge | Premiere im Industriehafen: Erstmals hat am Dienstagnachmittag ein Schiff am neuen Anleger II festgemacht. "Das Tankschubboot lag am Anleger I, wir benötigten den Platz aber für ein weiteres Tankmotorschiff, um es zu beladen", erklärt Dr. Eckard Stübner, Geschäftsführer der ElbePort GmbH, die ungeplante Einweihung des neuen Anlegers, der offiziell im April seinen Betrieb aufnehmen wird. "Es hat aber alles gut geklappt, eine gelungene Generalprobe."

Unabhängig davon geht die Hafenbetriebsgesellschaft optimistisch ins neue Jahr. Nachdem 2010 rund 40 000 Tonnen umgeschlagen wurden, avisiere man 2011 etwa das Doppelte, erklärte Stübner.

Mit der Inbetriebnahme des zweiten Anlegers voraussichtlich im April seien laut Stübner beste Voraussetzungen geschaffen, um vor allem im Bereich Containerumschlag zuzulegen. "Wir sind derzeit dabei, Transportpotenziale bei der lokalen Industrie wie beispielsweise dem Logistikunternehmen Meyer und Meyer oder Prignitz Chemie auszuloten. Für Prognosen, wie sich dieser Sektor 2011 entwickeln wird, ist es allerdings zu früh."

Eine weitere Premiere gab es bereits kurz vor Weihnachten im Hafen, als erstmals ein Schiff mit flüssigem Düngemittel einlief. "Da der Dünger auf Lkw verladen werden musste, konnten wir den Anleger I und die Pipeline nicht nutzen", erklärt Stübner. Aus diesem Grund sei das Löschen der Ladung im alten Stadthafen erfolgt. Künftig könne dafür der Anleger II genutzt werden.

Der Flüssigdünger, bestimmt für die Firma Kitzmann Landtechnik in Groß Pankow, hätte eigentlich in Spandau entladen und dann in deren Tanklager nach Wesenberg bei Mirow transportiert werden sollen. "Aufgrund von Eisgang in den Berliner Gewässern hat das Schiff Wittenberge als Ausweichhafen angesteuert und hier auf Lkw entladen", so Geschäftsführer Horst Kitzmann. "Dauerhaft interessant wird Wittenberge aber erst, wenn wir auch vor Ort Flüssigdünger lagern können, denn sonst ist der Weg nach Wesenberg viel zu weit." Eine Anregung, die die ElbePort gern aufgreift. "Wir prüfen derzeit, inwiefern sich auf dem Hafengelände ein Tanklager anlegen lässt", so Hafenchef Stübner.


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