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Lokales

19. September 2017 | 13:52 Uhr

Elbbrücke: Zeit der Entscheidung naht

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erstellt am 25.Okt.2010 | 12:10 Uhr

Darchau/Neu Darchau | Trotz neuer Planungen, trotz zahlreicher Untersuchungen und ungeachtet der Versprechungen vieler Politiker gibt es bei der im Amt Neuhaus geplanten Elbbrücke noch immer keine Gewissheit. Doch der Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung für oder gegen den Bau rückt näher. Noch immer grassiert die Angst, der lange versprochene und dringend nötige Bau der Brücke könnte doch noch abgesagt werden.

Nachdem die Zusammenführung der verschiedenen Gutachten (Lärm, Verkehrsaufkommen, Vorkommen von Flora und Fauna) ergeben haben, dass es eine naturverträgliche Trasse zwar gibt, dass aber zusätzliche Schutzmaßnahmen von Nöten sind, sind die Gutachter dabei, die Kosten für diese zusätzlichen Maßnahmen zu errechnen. Dabei handelt es sich um einen Kollisionsschutz für Fledermäuse, Kriechtunnel für Amphibien und zusätzlichen Lärmschutz. Außerdem wurde die Frage gestellt, wie die Baumaßnahme als solche möglichst umweltverträglich durchgeführt werden könnte. Ende August waren diese vorläufigen Ergebnisse da, für Ende Oktober wurden die endgültigen Ergebnisse inklusive der beantworteten Frage "Was kostet das denn zusätzlich?" angekündigt. Während einer gemeinsamen Sitzung des Eigenbetriebes Straßenbau und Unterhaltung und des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehrsplanung des Landkreises am Mittwoch, dem 10. November, ab 15 Uhr im Bleckeder Haus, werden Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer und die Gutachter den Politikern von den Ergebnisse berichten. Die Sitzung ist öffentlich. Am Folgetag, am Donnerstag, dem 11. November, ab 19 Uhr im Göpelhaus in Neu Darchau, findet eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürger statt.

Zuletzt war die Realisierung des Brückenbauprojektes während der Feier zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit in Neuhaus beschworen worden. "Die Einheit an der Elbe ist erst vollendet, wenn eine Brücke da ist", äußerte die Landtagsabgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock. Ob die Abgeordneten des Lüneburger Kreistags das auch finden und immer noch mehrheitlich dafür sind, auch wenn die Kosten noch einmal steigen, bleibt abzuwarten. Die Neuhauser selbst sind inzwischen sehr skeptisch. Viele von ihnen haben die Hoffnung sogar aufgegeben.

Dabei war der Bau der Brücke, die eine Lücke zwischen den Elbquerungen in Dömitz und Lauenburg schließen würde, auch beim Weggang der Neuhauser eine Grundbedingung der Menschen, die sich auch zu DDR-Zeiten mehrheitlich als Hannoveraner fühlten. Was aus den Träumen geworden ist, lesen sie heute auf Seite 3 der Printausgabe.

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