Eintauchen ins Blütenmeer

Ein Blick aus nächster Nähe zeigt die vielen unterschiedlichen Pflanze n und Blütenformen. privat (2)
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Ein Blick aus nächster Nähe zeigt die vielen unterschiedlichen Pflanze n und Blütenformen. privat (2)

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06. August 2009, 12:02 Uhr

Schwerin | "Die Blütenkaskade" - so lautet oft die Antwort von Besuchern auf die Frage, was ihnen denn auf der Buga am besten gefällt. Millionen von Blüten ziehen sich vom südlichen Ende des Schlossgartens, genau in der Flucht von Schloss und Kreuzkanal, den Hang hinunter. In den ursprünglichen Plänen des französischen Architekten Legeay war dort eine Wasserkas kade vorgesehen - die aber nie realisiert wurde.

Während der Buga zieht sich jetzt eine bunte Blütenkaskade von 1700 Ouadratmetern den Hang hinunter - ein Zugeständnis des Gartendenkmalamts, denn bunte Blumen sind normalerweise nicht in einem Barockgarten zu finden. Deshalb auch der für manch einen merkwürdig erscheinende Plastikschlauch als Beeteinfassung: Er symbolisiert den temporären Charakter des Blütenteppichs.

Für die Planung der bunten Blumenmischung zeichnet das Büro 3xC verantwortlich. Dahinter verbirgt sich ein Zusammenschluss von drei Landschaftsarchitekten: Christine Orel aus Aurachtal, Christian Mayer aus Berlin und Christiane Haberkorn aus Schwerin. Alle Drei blicken auf eine langjährige Gartenschauerfahrung zurück und in der Planung von Wechselflorflächen gehören sie zu den Besten. Ihre Idee hinter der Blütenkaskade war die Fernwirkung, die die bunten Blüten erzielen, blickt man vom Reiterstandbild über den Kreuzkanal hinweg auf den Hang. Von Weitem erkennt man nur die unterschiedlichen Farbflächen, nicht die einzelnen Blüten. Steht man dagegen mitten zwischen den Blumen erkennt man die vielen unterschiedlichen Pflanzen, die in denselben Farben blühen. Aber die unterschiedlichen Höhen, die Blü tenformen und variierenden Blütenfarben lohnen einen Blick aus nächster Nähe.

Begonien blühen zwischen Vanilleblumen und Lobelien, Tagetes, Petunien, Dahlien und Zinnien, Blattschmuckpflanzen wie Salbei und Purpurglöckchen ergänzen das Farbspiel. Die Kombination unterschiedlichster Pflanzen im selben Farbspiel setzt eine gute Pflanzen- und Sortenkenntnis voraus. Die Sommerblumen-Pracht bleibt bis zum Ende der Buga im Beet. Dank der Pflege der Gärtner, die Verblühtes regelmäßig ausschneiden, die Beete harken und Triebe anleiten, bleibt das Beet auch weiterhin ein beliebtes Fotomotiv.

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