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Lokales

22. September 2017 | 13:53 Uhr

Einsturzgefahr abgewendet

vom

svz.de von
erstellt am 04.Mär.2011 | 07:47 Uhr

Warnemünde | Der Förderverein der Kirche Warnemünde hat gestern mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Warnemünde wieder ein wichtiges Vorhaben realisiert. Von morgens bis zum frühen Nachmittag wurden 39 Metallelemente vor den historischen Bleifenstern entfernt. "Es hat ganz akute Einsturzgefahr durch Druck auf die alten Bleiglasfenster bestanden", sagt Helmut Bach, Architekt und Vorstandsvorsitzender des Fördervereins. Bei einer Begehung war diese Gefahr aufgefallen. Besonders auf der Nordseitehatten die alten Metallgitter zum Schutz der Bleifenster von 1871 sehr stark gegen diese gedrückt. "Die Gitter waren teilweise schon so verrostet, dass wir fürchteten, dass sie irgendwann gegen die historischen Bleiverglasung kippen und diese zerstören", so der Fachmann.

Bei dieser Aktion wurde der Förderverein von Christian Rose und Christian Menne von der Freiwilligen Feuerwehr Warnemünde unterstützt. Feuerwehrmann Menne übernahm die Flex-Arbeiten an den Fenstern. Mit den Vorbereitungen begannen die Männer bereits gestern morgen gegen 8 Uhr. Unterstützt wurden sie von Gerd Böhmer und seiner Firma Easy Lift mit einem Spezialfahrzeug, ohne dass sie nicht hätten arbeiten können. "Gerd Böhmer ist für unsere Freiwillige Feuerwehr immer ein guter und verlässlicher Partner", sagt Ralf Ehmke, der stellvertretende Wehrführer von Warnemünde. "Auf unsere Freiwillige Feuerwehr in Warnemünde ist immer Verlass", lobt Bach.

Vor diese Fenster sollen keine neuen Verglasungen kommen. Das ist nicht nötig und auch zu kostenintensiv. Das ist lediglich vor einiger Zeit am Fenster der Sakristei geschehen, weil die tiefer gelegen hat.

Seit seinem Bestehen im Oktober 2001 hat der Förderverein der Kirche in jedem Jahr etwas realisiert. Dazu zählen solche Vorhaben wie die Schaffung eines barrierefreien Eingangs, Einbau einer Toilette, Innenanstrich, Reparatur und Neuanlage von Trauf-Pflastersteinen um die Kirche, die Restauration der Christophorus-Figur und des Altars sowie die Neugestaltung des Kirchenumfeldes auf der Südseite. Ähnlich wie auf dort ist auch in diesem Jahr die Aufwertung des nördlichen Bereiches vorgesehen. Das Aufstellen von Steinen und Bänken erfolgt gemeinschaftlich mit dem Grünamt der Hansestadt."Auch wenn die Kirche nicht Eigentümer vom Grund und Boden ist, teilen wir die Kosten", sagt Bach. Angedacht ist eine Drittelung zwischen Amt, Kirchgemeinde und Förderverein. Ebenfalls auf der Liste mit Punkten, die abgearbeitet werden sollen, steht das Abstrahlen der Kirche mit Sandstrahl.

Vorher steht am Freitag, 25. März, von 14 bis 17 Uhr der Kirchenputz an, zu dem Helfer willkommen sind. Vielleicht werden die Fenster gesäubert, auf denen der Staub etlicher Jahrhunderten ist. Es ist zu vermuten, dass die rührige Freiwillige Feuerwehr Warnemünde dabei ist.


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