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Lokales

15. Dezember 2017 | 05:23 Uhr

Einstellige Erwerbslosenquote knapp verfehlt

vom

svz.de von
erstellt am 30.Sep.2010 | 08:56 Uhr

Lübz | Auch wenn die Arbeitslosenquote in der Region Lübz um 1,1 Prozent gesunken ist, so wurde das Ziel der Einstelligkeit knapp verfehlt: 10,1 Prozent, das entspricht 1346 arbeitslose Frauen und Männer. Vor einem Monat wurden 137 Personen mehr als arbeitslos gemeldet. Scheinbar, so heißt es in der Arbeitsagentur, mache sich das Saisongewerbe wieder positiv bemerkbar. Auch die Landwirtschaft habe noch keine Mitarbeiter in die Winterpause geschickt. Ein nicht unwesentlicher Teil des Rückgangs sei äußeren Begleitumständen zuzuschreiben: deutlich weniger Jugendliche drängten auf den Arbeitsmarkt und etliche Betriebe setzten noch immer auf Kurzarbeit. Von den 1346 Arbeitslosen beziehen 315 Personen "normales" Arbeitslosengeld. Jeder zweite von ihnen ist älter als 50 Jahre, nur 12,4 Prozent unter 25 Jahre. Hartz IV erhalten derzeit 1031 Personen, das sind 106 weniger als im Vormonat, rund ein Drittel von ihnen ist älter als 50 Jahre.

Auch wenn diese Zahlen erfreulich stimmen, so darf nicht vergessen werden, dass aktuell in ganz Westmecklenburg 3691 Personen in Arbeitsgelegenheiten integriert - also so genannte Ein-Euro-Jobber sind. Zudem nutzen derzeit in der Region Lübz viele Arbeitgeber die Zeitarbeit. "Letzteres boomt ein wenig. Viele Betriebe sind unsicher über die Entwicklung und stellen neue Mitarbeiter über Zeitarbeitsfirmen ein, um so flexibler auf den Markt reagieren zu können", heißt es in der Agentur. Diese fordert die Arbeitgeber auf, bei den Bewerbungen der Schulabgänger mehr Flexibilität zu zeigen. Praktika würden sich anbieten, um zu erfahren, wie sich der Bewerber vor Ort anstellt.

Auch im Bereich der Geschäftsstelle Parchim sind positive Tendenzen abzulesen: Hier sank die Arbeitslosenquote mit 9,9 Prozent erstmals seit der Wende auf unter zehn Prozent. Die beiden Geschäftsstellen Parchim und Lübz liegen somit unter dem Landesdurchschnitt (11,2) und unter dem Durchschnitt Ostdeutschlands, der 11,0 Prozent beträgt.

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