Einsatzbereit über tägliche Hilfe hinaus

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16. Juli 2009, 11:55 Uhr

Güstrow | Über ein neues Einsatzfahrzeug freuten sich die Helfer des Katastrophenschutzes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Am Dienstag übergab Dr. Rainer Boldt, Beigeordneter des Landrates, einen Notfalltransportwagen (KTW) Typ B, an Peter Struve, Vorsitzenden des Vorstandes des DRK Kreisverbandes Güstrow. Der wiederum übergab die Schlüssel an Niels Behlau, Kreisbereitschaftsleiter, der für die Planung und Durchführung von Einsätzen verantwortlich ist.

Bund stellt neues Fahrzeug zur Verfügung
"Ihr Auftrag ist es, das Fahrzeug immer einsatzbereit zu halten", so Rainer Boldt zu den ehrenamtlichen Helfern, die im Sanitätszug des Katastrophenschutzes tätig sind. Der Katastrophenschutz gehe über die tägliche Hilfe bei schweren Erkrankungen und Notfalleinsätzen hinaus, betont er - beispielsweise sei das Team bei Naturkatastrophen und kriegerischen Bedrohungen notwendig. Der Bund stellt dafür das neue Fahrzeug zur Verfügung.

Die Besonderheit des KTW Typ B ist die Ausstattung, u. a. mit zwei Patiententragen. "So können nacheinander zwei Patienten ins Auto transportiert und dann gleichzeitig hier versorgt werden", erklärt Kreisbereitschaftsleiter Niels Behlau.

Neues Ausstattungskonzept für Katastrophenschutz
Daneben verfügt der Notfall-KTW über ein ausgeklügeltes Innenleben: Einen Trennwandschrank, einen Hochschrank für Sauerstoff und zusätzlich sind Halterungen für die mitgeführte Vakuummatratze, Schaufeltrage und den Krankentragestuhl vorhanden. Weiterhin befindet sich ein pneumatisch gedämpfter Ambulanztisch an Bord. Die zweite Trage ist seitlich verstaut und kann bei Bedarf einfach heruntergeklappt werden. Im Patientenraum besteht die Möglichkeit medizintechnische Geräte wie zum Beispiel EKG oder Defibrillator anzuschließen.

Schulungen für ehrenamtliche Mitarbeiter Durch technische Entwicklungen sowie einer geänderten Schwerpunktsetzung der Ausstattung, aber auch der neuen Bedrohungsszenarien, war es erforderlich, das bisher gültige Ausstattungskonzept grundlegend zu überarbeiten. Für dieses neue Konzept stellt der Bund den örtlichen Trägern ergänzendes Material zur Verfügung, so auch den KTW. Der Katastrophenschutz des DRK Kreisverbandes verfügt damit über insgesamt zehn Fahrzeuge. Die ehrenamtlichen Helfer würden ständig aus- und weitergebildet, so dass sie sowohl in der Pflege der Technik, als auch für Notfälle gerüstet seien.

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