zur Navigation springen
Lokales

22. November 2017 | 23:16 Uhr

"Eine kleine Stadt für sich"

vom

svz.de von
erstellt am 15.Mär.2011 | 07:07 Uhr

Südstadt | Startschuss für die Erschließung des Baugebiets Groter Pohl: Gestern haben Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und der Geschäftsführer der BM Brezel GmbH, Dirk Peschke, den ersten Spatenstich gesetzt. Auf einer Fläche von 30 000 Quadratmetern plant das Berliner Unternehmen den Bau eines Versorgungsmarktes, einer Drogerie und eines Ärztehauses. Außerdem sollen dort mehr als 200 Kundenparkplätze entstehen. Schon jetzt laufen auf dem Gelände an der Ecke Südring/Erich-Schlesinger-Straße die Vorbereitungen dafür. "Nach Möglichkeit wollen wir im Sommer mit dem Bau beginnen", sagt Peschke.

Methling begrüßt die Pläne der BM Brezel GmbH, die mehrere Millionen Euro in das Projekt investiert. "Doch das ist erst der Anfang", sagt der Oberbürgermeister. Der Grote Pohl, der 330 000 Quadratmeter umfasst, sei das größte innerstädtische Baugebiet in Zentrumsnähe. Neben dem Versorgungsmarkt, der Drogerie und dem Ärztehaus sind hier auch Wohnungen und ein Sondergebiet Wissenschaft geplant. Letzteres soll Raum für Forschungsinstitute, Labore und universitäre Einrichtungen bieten. Außerdem will der Islamische Bund auf dem Areal eine neue Moschee bauen. Wohnen, Arbeiten, Versorgung und Wissenschaft - all das soll hier miteinander verknüpft werden. Methling spricht von einer "kleinen Stadt für sich", einer "Stadt der Wissenschaft". Das sei eine Aufgabe für die kommenden zehn bis zwölf Jahre.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Dr. Helmut Schmidt (CDU), bezeichnet den gestrigen Spatenstich als Initialzündung für die weitere Entwicklung des Areals. Ein solches Zentrum habe noch gefehlt. "Hier beginnt eine enorme Aufwertung der gesamten Südstadt", sagt er. Schmidt hofft, dass das attraktive Wohn- und Versorgungsangebot am Groten Pohl künftig auch dazu beiträgt, den Trend der Abwanderung ins Rostocker Umland umzukehren. "Wir würden gern wieder 250 000 Einwohner haben", sagt der CDU-Politiker. Doch derzeit wachse die Hansestadt noch zu langsam.

Nachdem der Ortsbeirat Südstadt anfangs noch erhebliche Bedenken hatte, steht auch er der Erschließung des Baugebiets nun positiv gegenüber. "Wir finden gut, was geplant ist", sagt Evelyn Koch (Rostocker Bund), stellvertretende Vorsitzende. Es sei eine Bereicherung für den Stadtteil. Eine große Konkurrenz zum Südstadt-Center sieht sie in dem neuen Versorgungszentrum am Groten Pohl nicht, da sich das Angebot unterscheide. Und auch was den zusätzlichen Verkehr angeht, der dem Ortsbeirat Sorgen bereitet hatte, zeigt Koch sich optimistisch. Denn wie Heiko Tiburtius, Leiter des Tief- und Hafenbauamts, mitteilt, soll die Erich-Schlesinger-Straße im Bereich der Kreuzung verbreitert werden. Außerdem sei eine Ampelanlage geplant, die Fußgängern eine sichere Querung der Fahrbahn ermöglicht.

Bis Ende 2012 soll der erste Abschnitt der Erschließung durch die BM Brezel GmbH abgeschlossen sein. Laut Peschke gibt es sowohl für den Versorgungsmarkt und die Drogerie als auch für das Ärztehaus schon eine ganze Reihe an Mietinteressenten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen