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Lokales

22. September 2017 | 00:57 Uhr

Eine feste Größe für Chöre

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2010 | 07:04 Uhr

Bad Wilsnack | Das größte und einzige Sängertreffen der Region erwies sich auch bei seiner 20. Auflage am Sonnabend als Publikumsmagnet. Neben dem gastgebenden Bad Wilsnacker Männergesangsverein Amicitia gaben sich zwölf weitere Chöre ein Stelldichein. Traditionell ging es zunächst singend durch die Stadt. Den Ummarsch führten die Löcknitztaler Musikanten aus Lanz an. Auf der Bühne im Goethepark ging es dann weiter, stellten die Ensembles Auszüge aus ihren Repertoires vor.

Eine Premiere gab es auch: "Wir singen heute das erste Mal gemeinsam öffentlich mit dem Chor der Elbtalgrundschule", sagt Wolfgang Weiß vom Vorstand des Amicitia e. V. Männer- und Kinderstimmen intonierten den Kanon "Singen macht Spaß". Seit einiger Zeit, so Weiß, gebe es einen Kooperationsvertrag mit der Schule. "Wir proben gemeinsam und wollen auch gemeinsam auftreten."

Dass das Sängertreffen lückenlos bereits zum 20. Mal stattfindet, sei schon erstaunlich, bemerkt Weiß. "Die Treffen gab es in Bad Wilsnack auch zu DDR-Zeiten schon, aber nicht so regelmäßig und sie hießen auch anders." Nach der Wende wollte man einen stabilen Faktor für die Chöre in der Region schaffen, dachte sich im Vorstand des Männergesangsvereins das alljährliche Treffen als Fixpunkt aus.

Es funktioniert. Die Teilnehmerzahlen, verdeutlichte Wolfgang Weiß, seien über Jahre stabil. "Wir sind immer so zwischen zehn und 14 Chöre. Dieses Jahr sind - uns eingerechnet - 13 dabei, insgesamt mehr als 200 Sänger."

Über den Kronen der alten Bäume im Goethepark zog sich der Himmel am Samstagnachmittag immer mehr zu. "Nicht so schlimm", sagte Oswald Brandl. Er hieß am Sonnabend in Vertretung des Bürgermeisters die Chöre und die Besucher willkommen. "Natürlich haben wir auch eine Schlechtwettervariante. Der ,Fluchtweg zur Wunderblutkirche ist offen. Notfalls ziehen wir uns unter dieses schützende Dach zurück." Er erinnerte sich an ein Sängerfest, bei dem man tatsächlich die Flucht vor dem Regen antreten musste. Trotz dieser Episode - oder vermutlich gerade deswegen - sei das eines der Feste gewesen, die ihm am besten im Gedächtnis blieben, so Brandl.

Am Sonnabend konnte das Fest, trotz einiger Tröpfchen von oben, draußen zu Ende gefeiert werden. Petrus hatte ein Einsehen, vielleicht auch wegen des Jubiläums der Gastgeber: Amicitia e. V. besteht 2010 genau 130 Jahre.

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