Mehr als 1000 Fische in Herrnburg verendeten oder sind notgeschlachtet : Einbrecher lösen Forellen-Sterben aus

Forellenteich-Anlage
Forellenteich-Anlage

Nach dem Einbruch starben nicht nur die Fische, es verdarb auch Tiefkühlware im Wert von 6000 Euro, teilte gestern die Polizei mit. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 15 000 Euro.

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31. Mai 2011, 08:28 Uhr

Herrnburg | Nach einem Einbruch in eine Forellenteich-Anlage sind mehr als 1000 Fische in Herrnburg verendet oder mussten notgeschlachtet werden. Darüber hinaus verdarb Tiefkühlware im Wert von 6000 Euro, teilte gestern die Polizei mit. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 15 000 Euro.

Wie ein Mitarbeiter der Forellenteich-Anlage auf SVZ-Anfrage sagte, hätten die Täter bei ihrem Einbruch u. a. die Stromversorgung eines Bewegungsmelders gekappt. Dadurch wurde auch die Sauerstoffversorgung in einem Lebendbecken unterbrochen.

Der Schaden ist groß. "Wir müssen jetzt versuchen, über Nacht neue Fische aus Dänemark zu bekommen - sonst können wir das Herrentagsangeln vergessen. Aber wir schaffen das", sagte Stefan Ottens vom Betreiberteam der Forellenteich-Anlage. Auch einer Angelpartie am Pfingstwochenende mit 800 Kilo Fischbesatz stünde nichts im Wege.

Die bislang unbekannten Täter hatten sich in der Nacht zum Dienstag Zutritt zu der Anlage verschafft. Eine Fischerhütte war das Angriffsziel. Sie entwendeten daraus Alkoholika und eine Angelausrüstung im Wert von etwa 6000 Euro.

Der Diebstahl und dessen Folgen wiegen umso schwerer vor diesem Hintergrund: Die Betreiber der Anlage hatten erst vor wenigen Monaten den Start in Herrnburg gewagt.

Die verendeten Fische wurden noch gestern fachgerecht entsorgt. Berufskollegen bezeichneten den Einbruch als bodenlose Schweinerei. "Wir kämpfen alle um unsere wirtschaftliche Existenz", verdeutlichte Ute Kraemer vom Forellenhof Lehmhusen.

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