Ein Wappen für die "Raben" im Warnow-Durchbruchstal

Bürgermeister Siegfried Hoffmann (r.) ist gerührt: Innenminister Lorenz Caffier überreicht ihm den  Wappenbrief für Warnow. Julia Bartz
Bürgermeister Siegfried Hoffmann (r.) ist gerührt: Innenminister Lorenz Caffier überreicht ihm den Wappenbrief für Warnow. Julia Bartz

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11. April 2010, 05:56 Uhr

Warnow | Die Tische im Warnower Gemeindezentrum sind gedeckt, der Sekt sprudelt schon in den Gläsern. Männer in Feuerwehruniformen und Frauen mit Liederbüchern sitzen auf den Stühlen und warten gespannt auf den Innenminister. Lorenz Caffier kommt in die Gemeinde, um die Genehmigung für das Warnower Wappen an den Bürgermeister, Siegfried Hoffmann, zu überreichen. Das muss bei den Gemeindemitgliedern gefeiert werden. "Wir freuen uns sehr, dass wir ein Wappen erhalten", sagt Ellen Wildermuth. Für sie ist es ein Symbol für Zusammengehörigkeit der einzelnen Dörfer in der Gemeinde.

Der Minister trifft ein und setzt sich neben Siegfried Hoffmann hin. Sogleich begrüßt ihn der Warnower Frauenchor mit einigen Liedern. "Ich freue mich immer, ein Wappen persönlich zu übergeben, weil ich so etwas über die einzelnen Gemeinden im Land lerne", sagt Caffier.

So erfuhr der Innenminister auch Einzelheiten zur Geschichte von Warnow. Zum Beispiel kommt der Name des Dorfes aus dem Slawischen und bedeutet "Rabe." Deswegen ist auch ein schwarzer Rabe auf der oberen Seite des Wappens zu finden. Durch die Mitte des Emblems zieht sich ein Fluss. "Selbstverständlich muss der Ort auch mit dem Fluss Warnow in Verbindung gebracht werden", erklärt der Innenminister. Die neun Eicheln symbolisieren die Dörfer der Gemeinde.

Die Blicke der Anwesenden fallen immer wieder auf das gelbe Schild mit den Zeichnungen des Wappens und der Flagge an der Wand. "Das Zeichen ist weithin sichtbar und setzt sich aktiv mit der Geschichte des Dorfes auseinander", so Caffier. Das waren unter anderem die Gründe, warum der Antrag für das Wappen sofort und ohne weitere Widersprüche genehmigt wurde. "Die Bearbeitung des Antrags vollzog sich in Rekordtempo. Das lag nicht minder an dem ausgezeichneten Antrag von Michael Rohde", sagt er.

Caffier bringt nicht nur den Wappenbrief nach Warnow, sondern auch einen Genehmigungsbescheid für die Flagge. Die Dorfbewohner sind glücklich. "Für uns ist es eine Ehre", sagt der Warnower Klaus Dieter Fuchs. Jede Gemeinde habe seine Tradition und Geschichte. "Unsere spiegelt sich jetzt in einem Wappen wider, mit dem sich kommende Generationen daran erinnern können", sagt der 22-Jährige.

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