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"Ein vollwertiges Mitglied der Mannschaft werden"

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erstellt am 18.Aug.2010 | 08:13 Uhr

Rostock | Als Führungsspieler und neuer Abwehrchef verpflichtet, konnte Matthias Holst aufgrund von Nachwehen einer Meniskus-Operation bislang kein einziges Spiel für den Fußball-Drittligisten Hansa Rostock absolvieren. "Es war ganz klar meine Schuld. Ich wollte zuviel. Man muss schon sagen, dass es letztlich der schlechtestmögliche Heilungsverlauf war", erzählt der Verteidiger. Die OP verlief in der Sommerpause zwar planmäßig, nur war der Kicker anschließend zu ehrgeizig und fing zu früh wieder mit dem Training an. Es folgte ein Rückschlag mit einer weiteren Zwangspause.

Seit einigen Tagen unternimmt er einen neuen Anlauf. "Ich möchte ein vollwertiges Mitglied der Mannschaft werden. Bislang ist mit dem Knie alles gut, es hat nicht auf die Belastungen reagiert. In den kommenden 14 Tagen werde ich versuchen, mit einem Spezialprogramm in die nötige konditionelle Verfassung zu kommen, um dann ins Mannschaftstraining einsteigen zu können", sagt Holst.

Selbst auswärts unter den Zuschauern

Das Zuschauen fällt ihm zwar schwer, etwas einfacher wird es jedoch dadurch, dass die Mannschaft mit drei Siegen und Platz vier einen passablen Start hinlegte. Bis auf die 0:3-Schlappe beim VfB Stuttgart II hat der 28-Jährige bislang alle Spiele gesehen, saß auch in Erfurt (1:0) auf der Tribüne. "Für mich gehört so etwas einfach dazu. Dies spricht doch auch für gute Moral und Teamgeist", so der 1,90-Meter-Mann.

Obwohl er dem Team auf dem Platz nicht helfen kann, versucht Holst trotzdem Einfluss zu nehmen und die junge Truppe zu führen. "Ich denke, dass ich sagen kann, dass ich schon über eine ganze Menge Erfahrung verfüge und viele verschiedene Situationen erlebt, vor großen Kulissen gespielt habe. Diese Erlebnisse versuche ich in Gesprächen mit den Jungs weiterzugeben. Zudem bin ich Vater von drei Kindern. Da hat man gelernt, ruhig zu bleiben", so der gebürtige Husumer (Schleswig-Holstein).

Eine Rückkehr auf den Platz wird nicht einfach. Denn die Konkurrenz in der Abwehrzentrale ist groß. Hansa blieb bislang in drei von vier Liga-Duellen ohne Gegentreffer, was sicherlich auch ein Verdienst des Innenverteidiger-Duos Mi-chael Wiemann/Stephan Gusche ist. Zudem ist auch Robert Müller eine Alternative auf dieser Position. "Derzeit mache ich mir darüber keine Gedanken. Für mich geht es zunächst einmal darum, richtig fit zu werden, damit ich dem Team helfen kann. Aber ich freue mich natürlich, dass wir soviel Qualität im Kader haben. Und letztlich ist es dann eine Entscheidung des Trainers", so Matthias Holst.

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