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Lokales

16. August 2017 | 17:20 Uhr

Ein Traum geht in Erfüllung

vom

Parchim | In der kommenden Fußball saison wird Marcel Bartsch, der seine Schiedsrichterlaufbahn in Marnitz im Landkreis Parchim begann, als Assistent in der 1. Bundesliga eingesetzt. Die Berufung zum Aufstieg des 32-Jährigen von der zweiten in die erste Liga ist durch den DFB offiziell gemacht: "Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen".

Vor etwa drei Jahren ist die Entscheidung des in Oschatz geborenen Fußballers gereift, die Assistenten-Laufbahn zu gehen. Bereits seit fünf Jahren zeigt Marcel Bartsch im Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) als Spielleiter und zuletzt an der Linie bei Zweitligaspielen konstante Leistungen.

Den Lohn für seinen Fleiß sowie die professionelle Vorbereitung und Nachbereitung der Einsätze erhielt der Unparteiische Ende dieser Saison, als er den Pokal des besten Schiedsrichters des NOFV erhielt. Im Verband wurden immerhin 48 Referees bewertet. "Den Erfolg hätte ich aber nicht ohne meine Assistenten erreichen können, die Top-Leistungen abgeliefert haben", dankt Marcel Bartsch Marco Semrau (Goldenstädt) und Christian Nemec (Spornitz) und Steffen Peters (Alt Schwerin), die ihn in der Oberliga an der Linie unterstützten. Von den acht Oberligaspielen, die das SR-Team in der vergangenen Saison geleitet hat, standen sechs unter Beobachtung des Verbandes, darunter so rassige Begegnungen wie RB Leipzig gegen Lok Leipzig.

Auf die Frage nach seinen bisherigen Höhepunkten in der Schiedsrichter-Laufbahn erinnert sich Bartsch an das Freundschaftsspiel im Berliner Olympiastadion zwischen Hertha und Liverpool, als er vor 52 000 Zuschauern an der Linie assistierte oder an den Einsatz im UI-Cup 2007 in Lens (Frankreich) beim Duell des RCL gegen Odessa. "Damals sind wir mit Polizei-Eskorte zum Stadion gefahren, das war schon ziemlich aufregend", erinnert sich Bartsch, der seit Juli 2009 beim Oberligisten Malchower Sportverein 90 als Manager fungiert.

Beim Malchower SV ist man natürlich stolz, einen Bundesliga-Assistenten zu haben. Auch sportlich läuft es derzeit gut. "Wir sind zwar im Landespokal-Halbfinale gegen Torgelow ausgeschieden, aber der 5. Platz in der Oberliga und der Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Landesliga stimmen uns optimistisch", ist Bartsch zufrieden. Schon am 7. Juli war beim MSV der Trainingsauftakt für die kommende Serie. Wann der MSV-Manager seinen Assistenten-Verpflichtungen nachkommen muss, weiß er noch nicht. "Wir bekommen vom DFB ca. zwei Wochen vor einem Einsatz per E-Mail den Termin und eineinhalb Tage vorher den genauen Einsatzort", erklärt Bartsch.

Wegbegleiter sind nicht vergessen

Seine Weg-Begleiter hat der Referee, der jetzt eines seiner größten Ziele erreicht hat, nicht vergessen. Als F-Junior begann er beim sächsischen SV Traktor Cavertitz, später war er Torwart in der Jugendmannschaft in Marnitz. Dort überzeugte ihn Dieter Pruhs von der Schiedsrichter-Laufbahn. "Dieter hatte damals einen Imbiss an der Autobahn. Er war quasi mein Sponsor und besorgte mir die erste SR-Kleidung", blickt Marcel Bartsch zurück.

Der ehemalige Schiedsrichterwart im Kreisfußballverband Reiner Hecht begleitete Bartsch auf Bezirks- und Landesebene: "Von ihm habe ich damals viel gelernt". Seit 2000 arbeitet Marcel Bartsch mit Dr. Peter Kiefer zusammen: "Er ist mein Mentor und hat mit sehr geholfen, die Aufgaben in der Regionalliga und 2. Bundesliga zu erfüllen". Heute zählt u. a. sein Arbeitgeber Horst Ziems zu denjenigen, die ihn in seine SR-Tätigkeit sehr unterstützen.

Nicht zuletzt spielen seine Eltern eine große Rolle auf dem Weg zum Erstliga-Assistenten: "Auf die Unterstützung meiner Eltern konnte ich mich immer verlassen".

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erstellt am 02.Aug.2010 | 04:00 Uhr

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