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107. Banzkower Holzfest mit Trecker-Treck und Oldtimern : Ein Trabi mit dem Nostalgie-Bonus

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Etwa 4500 Banzkower und ihre Gäste waren Pfingsten zum 107. Holzfest ins Neddelrad gekommen. Für alle gab es viel zu erleben. Im Mittelpunkt am Pfingstsonntag stand der 15. Trecker-Treck. 105 Starten gingen ins Rennen.

Banzkow | Etwa 4500 Banzkower und ihre Gäste waren Pfingsten zum 107. Holzfest ins Neddelrad gekommen. Für alle gab es viel zu erleben. Im Mittelpunkt am Pfingstsonntag stand der 15. Trecker-Treck. Die Starter mussten mit Hilfe ihrer Maschinen und mit ihrem fahrerischen Geschick einen schweren Zugschlitten über eine 80-Meter-Strecke ziehen. 105 Starten gingen in 18 Klassen ins Rennen, sagte Marco Jennerjahn vom ZT-Team Zietlitz. Der organisatorische Ablauf des beliebten Wettkampfes der Piloten auf ihren Zugmaschinen lag in den Händen des ZT-Teams. Und die Zietlitzer konnten sich selbst über einen dritten Platz freuen.

Zum zweiten Mal trafen sich auch die Oldtimer im Neddelrad. Anreise war bereits am Freitag. "Ich war der erste", sagt Jürgen Lorenz aus Pegnek bei Neukloster. Der 70-Jährige ist mit seinem Schweizer Hürlimann nebst Anhänger gekommen. "Bei so etwa 15 Treckertreffen bin ich im Jahr dabei", berichtet er. "Von März bis Oktober bin ich mit dem Trecker unterwegs. "

Doch am meisten bewundert wurde wohl ein Trabi Jahrgang 1961. "Der hat den Nostalgie-Bonus", sagt sein stolzer Besitzer Reinhard Fraenkel. Der 73-Jährige aus Plate hat den Oldtimer vor zwölf Jahren erworben. "Ich habe ihn gewissermaßen vor der Schrottpresse gerettet", berichtet er. Der Bastler hat das Auto in tausende Einzelteile zerlegt, sie repariert, geputzt und Stück für Stück wieder zusammengefügt. "Es hat sich gelohnt", meint er. "In diesen zwölf Jahren habe ich mehr als 50 Pokale bekommen, siegte bei der Top-Trabi-Wahl MV und war erst am vergangenen Wochenende in Anklam wieder auf Platz eins."

Zum Trabi gehört auch noch der Original-Feuerlöscher. Ob der noch funktioniert? "Ich weiß es nicht", sagt der Rentner. "Ich habe ihn noch nie benötigt und werde ihn hoffentlich auch nie brauchen." Etwa 6000 Kilometer legt er noch jährlich mit seinem Fahrzeug zurück. Der kleine Trabi bringt es immer noch auf 100 Stundenkilometer. Aber meist ist Reinhard Fraenkel mit dem Wohnanhänger unterwegs, Baujahr 1976 und maximal 80 Stundenkilometern. "Im vergangenen Jahr war ich damit zum Oldtimertreff in Weferlingen in Sachsen-Anhalt, wo die Anhänger von einer PGH gebaut wurden."

Das 107. Holzfest hatte aber auch andere Höhepunkte, beispielsweise den Historischen Markt mit Freibier-Anstich am Pfingstsonnabend, viele Aktionen für die Kinder oder die große Tanzparty im Festzelt mit den Stargästen Klaus & Klaus, die durch ihre Titel "Da steht ein Pferd aufm Flur" oder "An der Nordseeküste" bekannt sind. "Bis um fünf Uhr ging das. Das war mir ein bißchen zu lange", kommentiert Jürgen Lorenz. "Ich bin in meinem Wohnwagen nicht zur Ruhe gekommen. Ich komme aber trotzdem nächstes Jahr wieder."

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erstellt am 13.Jun.2011 | 07:29 Uhr

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