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Lokales

21. November 2017 | 13:11 Uhr

Ein Paradies für die kleinen "Spatzen"

vom

svz.de von
erstellt am 03.Okt.2010 | 06:02 Uhr

Parchim | Ein kleines Naturparadies am Ostring, nur wenige Meter neben der viel befahrenen Bundesstraße 191, will sich die AWO-Kindereinrichtung "Spatzennest" schaffen. Für die rund 140 Kinder, die hier betreut werden, war der Hof nicht mehr ansehnlich. Eine große Freifläche mit ein paar Gegenständen lädt nicht unbedingt zum phantasievollen Spielen ein. Da muss sich etwas ändern, dachten sich die Erzieher um Chefin Cornelia Harm. Doch was? Bei den Überlegungen kam man schließlich auf die Idee, dem Namen "Spatzennest" noch mehr Ehre zu bereiten: Ein Naturspielplatz sollte es werden.

Die Ideen wurden gesammelt, einige verworfen, andere favorisiert. Das Thema stand schnell fest: "In jedem Garten steckt ein Paradies" und das "Spatzennest" sollte sich zu einer Naturkindereinrichtung profilieren. Ein Modell, etliche Fotodokumentationen entstanden, Erzieherinnen qualifizierten sich in den Bereichen Natur und Ökologie und Sponsoren wurden gesucht. Als alles bestens vorbereitet war, begann die Umsetzung der ehrgeizigen Pläne.

"Unserem Aufruf zu einem Arbeitseinsatz folgten viele Eltern und Großeltern", freute sich Cornelia Harm am Sonnabend. Viele Hände regten sich auf dem großen Hof und verwandelten diesen in nur wenigen Stunden in ein kleines Paradies. Kathleen Venner-Tapfer und Ellen Möllmann pflanzten mit Nico Niemann Obstbäume. Ein paar Meter weiter bauten Winfried Spotke und Dennie Kietzmann an einem Baumhaus. Dennie als gelernter Tischler konnte seine Fähigkeiten bestens einbringen und Jürgen Wegner pflasterte mit Achim Dormann gemeinsam an der künftigen Feuerstelle. Lautes Kettensägegedröhn kündete davon, dass auch einige hohle Bäume weichen, andere etwas gestutzt werden mussten. René Langer, Remo Tokarski, Steffen Gitz und Remo Ottenhausen kümmerten sich um diese relativ schweren Arbeiten, während die Frauen ebenfalls kräftig anpackten. Sie gruben Löcher für die Pfähle der künftigen Benjeshecke aus, setzten Lampenputzergras in den Boden und kümmerten sich um das Angießen der Pflanzen. Sogar eine kleine "Telefonleitung" wurde installiert, eine aus Dachrinnen bestehende Sprechverbindung an einer kleinen Hütte, die auch optisch durch einen Knoten auffällt.

Jeder hatte seine Aufgabe und nach nur wenigen Stunden bekam der Hof, der nun mehr einem Park ähnelte, ein völlig neuartiges Gesicht. "Hier können sich unsere Kinder wohl fühlen, vor allem können sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen", sagte die Chefin. Die Kinder werden demnächst Patenschaften über Bäume, Sträucher und Hecken übernehmen und gemeinsam erleben sie dann das Wachsen, und Gedeihen der Pflanzen - sie erfahren auch, dass viel Pflege nötig ist. Die kleinen "Spatzen" entwickeln sich praxisnah zu kleinen Entdeckern, können ihre Neugierde stillen und schärfen so den Blick für die Natur. "Vor allem wachsen sie nicht in, sondern mit der Natur auf und das nur wenige Meter neben dem Ostring, der eine Bundesstraße ist", freuen sich die Mitarbeiter. Denn auch für sie verbessern sich die Arbeitsbedingungen vor Ort. Vor allem danken sie den vielen Sponsoren und den beteiligten Eltern. So wurden Steine, Kies sowie die Obstbäume und andere Pflanzen von den Eltern wie z.B. Familie Hahn gekauft oder kostenlos bzw. stark rabattiert von den Hansa Baustoffen oder der Baustoffhandelsfirma Benthack abgegeben.

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