Ein Muss für Pferdeliebhaber

<fettakgl>Der große Mehrspänner </fettakgl>wird jetzt von Manfred Ulrich (l.) angeführt. Ihm gab Lothar Schulz (r.) gestern die Leine in die Hand.<fotos>REgina Mai</fotos>
Der große Mehrspänner wird jetzt von Manfred Ulrich (l.) angeführt. Ihm gab Lothar Schulz (r.) gestern die Leine in die Hand.REgina Mai

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11. Juli 2010, 07:35 Uhr

Ganschow | Zum Auftakt der Ganschower Stutenparaden erfreuten sich gestern die Zuschauer an edlen und rassigen Pferden, an aufregenden Wettfahrten oder schlicht an dem Anblick freilaufender Pferde.

Wenn ein Auto 100 PS unter der Haube hat, ist das nichts Besonderes, wohl aber wenn 100 PS über die Ganschower Weiden galoppieren. "Ein immer wieder tolles Bild", schwärmt die Güstrowerin Nele Schinz. Es habe so etwas Natürliches, Kraftvolles. Jedes Jahr zieht es Rüdiger und Thea Prestin aus Groß Laasch wieder nach Ganschow. Sie lieben Pferde. Und die Stutenparade sei etwas Besonderes. "Nicht so überkandidelt wie die Veranstaltungen in Redefin", erklärt Rüdiger Prestin. Beide hatten sich schon am Vormittag in den Ställen umgesehen und noch den Duft von Heu in der Nase.

Kindheitserinnerungen", sagt Thea Prestin. Während das Ehepaar aus dem Landkreis Ludwigslust Pferde einfach gern mag, ist Wilhelm Meier (66) ein Kenner. Er habe schon immer Pferde gehabt, erzählt der Schweizer vom Bodensee, der mit der Familie in Mecklenburg-Vorpommern Ferien macht und zufällig von der Stutenparade erfuhr. Da liegt es auf der Hand, dass ihn auch die Verkaufs pferde interessierten. Von zwei Tieren sei er überzeugt. Vielleicht komme man ja ins Geschäft, gesteht er Horst Losch (71) am Info-Stand. Für den Rentner, der viele Jahrzehnte auf dem Gestüt arbeitete, ist es eine Selbstverständlichkeit bei den Paraden - weitere folgen am 18. und 24. Juli - zu helfen. "Ich fühle mich noch immer so verbunden mit den Pferden, dem Betrieb und mit Friedhelm Mencke", erklärt Horst Losch.

Der Chef des Gestüts ließ es sich nicht nehmen, selbst durchs Programm zu führen. Einen Höhepunkt hatte dieses gleich zu Beginn, als der große Mehrspänner - 15 Jahre nach der Privatisierung des Gestüts selbstverständlich mit 15 Pferden, - seine Runde drehte. Zwischendurch stoppten die Pferde und Lothar Schulz, der bisher die Verantwortung für die Mehrspänner hatte, übergab die Leine an Manfred Ulrich, einem Jüngeren. Es folgten im Programm die Amazonenshow, es zeigten sich Mütter und deren gekörte Söhne, feurige Frauen beim Trickreiten, römische Kampfwagen, die große Fahrquadrille, Springreiter usw.

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