Ein Küsschen für den Ministerpräsidenten

Jenny Luckmann aus Grabow ist seit fünf Jahren Mitarbeiterin in der Grabower Süsswaren GmbH. Auch sie begrüßte Ministerpräsident Erwin Sellering gestern auf seiner Sommertour durchs Land. Thorsten Meier
Jenny Luckmann aus Grabow ist seit fünf Jahren Mitarbeiterin in der Grabower Süsswaren GmbH. Auch sie begrüßte Ministerpräsident Erwin Sellering gestern auf seiner Sommertour durchs Land. Thorsten Meier

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26. Juli 2010, 06:32 Uhr

Grabow | "Hallo, wie gehts?", war gestern vormittag in der Küsschenfabrik die wohl am häufigsten gestellte Frage von M-Vs Ministerpräsident Erwin Sellering. Geschäftsführerin Simone Koltzau sowie Frank Forstmann für den neuen Inhaber, Continental Bakeries, führten den SPD-Landesvorsitzenden durch das Schaumkusswerk und erklärten ihm den eindrucksvollen Produktionsablauf. Selbstverständlich stand auch die Neuheit, der Topkuss Zitrone-Limette zur Verkostung bereit. Sellering ließ es sich auch nicht nehmen, die Mitarbeiter der Firma, überwiegend Frauen, direkt zu ihrer Arbeit und den Verdienstmöglichkeiten zu befragen.

"Ich habe den Eindruck, dass es hier sehr gut läuft. Eine innovative Führung nimmt die Belegschaft auf ihrem Erfolgskurs mit", schilderte der erste Mann im Land seine Eindrücke nach der Betriebsbesichtigung, bevor er nach einem Rundgang durch die Stadt in der Schau(m)manufaktur eintraf. Dort verschaffte er sich einen persönlichen Eindruck von diesem einzigartigartigen Projekt der Grabower Süsswaren GmbH, der Stadt Grabow, dem Bildungsträger BBS-Start und der ARGE des Landkreises und stellte sein persönliches Schaum-Küsschen selbst her.

Dass man vertriebsmäßig in den letzten 15 Jahren sehr weit gekommen sei in Deutschland, betonte Süßwaren-Pressesprecher Kai Dickmann. Er freute sich über die gesunkenen Außentemperaturen. Bei der Hitze bricht uns bis zu 30 Prozent des Umsatzes weg. Denn wir produzieren nur auf Auftrag und das bis zu 6,5 Millionen große wie kleine Schaumküsse. Sie sind nur bis zu 60 Tage haltbar." Durch die Übernahme in das Continental-Bakeries-Imperium ändere sich für den Standort in Grabow und dessen 240 Mitarbeiter "so gut wie nichts", sagte Dickmann auf Nachfrage. Erklärtes Ziel des Unternehmens sei Wachstum. "Das Produktionssortiment aus Grabow ist eine Erweiterung für den neuen Besitzer. Auch sind wir technisch einige Schritte voraus, verwenden beispielsweise längst die Branchen-Software SAP", so der Pressesprecher weiter und verwies auf die insgesamt vier Produktionsstandorte mit rund 650 Mitarbeiter in Thüringen, Wurzen, Bayern und Grabow. Hier erwirtschaften die Mitarbeiter einen Umsatz von 145 Mio. Euro. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in das Jahr 1835 zurück. Seit der Übernahme durch das Unternehmerehepaar Otto und Monika Lithardt im Jahr 1996 hat das Unternehmen eine rasante Entwicklung und eine vielfältige Produktpalette in den Kategorien Schaumküsse, Schaumwaffeln, Gebäck, Waffelspezialitäten und Knäckebrot am Markt umgesetzt. Grabower Produkte werden in 54 Länder geliefert. In Deutschland ist die Grabower Süsswaren GmbH führender Hersteller von Schaumküssen und Schaumwaffeln.

"Wir sind bei Aldi derzeit wieder in der Ausschreibungsphase, so wie wir uns jedes halbe Jahr auch bei anderen Händlern bewerben müssen. Hier zählen nur Preise und Qualität. Wir müssen dem Markt folgen, müssen aber auch Geld verdienen", erklärte Kai Dickmann den Umstand, dass die Grabower zeitweilig nicht bei den erfolgreichen Gebrüdern gelistet waren.

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