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Lokales

22. September 2017 | 15:22 Uhr

Ein Jahr Freunde und Familie verlassen

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erstellt am 06.Okt.2010 | 06:25 Uhr

Güstrow | Durch ein Auslandsjahr gewinnen Schüler neue und wertvolle Erfahrungen, lernen die Fremdsprache nahezu perfekt, finden neue Freunde, werden selbstständiger und zuverlässiger, außerdem auch teamfähiger und eigenverantwortlich und bleiben wahrscheinlich ein Leben lang tief verbunden mit dem Gastland. Jährlich gehen allein drei bis vier Schüler des John-Brinckman-Gymnasiums Güstrow für ein Jahr ins Ausland - aber auch etwa genauso viele kommen aus dem Ausland für einige Zeit an das Güstrower Gymnasium. Jedoch, wie Schulleiter Helmut Hickisch sagt, steigt die Zahl von ausländischen Schülern, die nur für eine kurze Zeit, privat und ohne eine Organisation, auf das Brinckmangymnasium gehen, wie zurzeit ein Schüler aus Chile und ein Schüler aus der Türkei.

Auslandsaufenthalte werden angeboten von Organisationen wie zum Beispiel YFU-Youth for Understanding oder AFS-Interkulturelle Begegnungen. Diese Organisationen unterstützen die Schüler nicht nur während der Zeit im Ausland, sondern bereiten sie auch auf diese Zeit vor. Damit auch sozial benachteiligte Schüler die Möglichkeit auf einen solchen Auslandsaufenthalt haben, können sie ein Teil- oder ein Vollstipendium beantragen.

Austauschjahr auch nach Schule möglich

Ein Austauschjahr muss nicht zwingend während, sondern kann auch nach der Schule gemacht werden. "Als ich in der neunten und zehnten vor die Wahl gestellt wurde, ob ich ein Austauschjahr machen will, lehnte ich sofort ab, denn vor zwei Jahren hatte ich einfach zu viel Respekt davor, für ein Jahr meine Familie und meine Freunde hier zu verlassen. Aber heute würde ich gerne diese Chance nutzen. Meine Großtante wohnt in Kanada und ich könnte mir sehr gut vorstellen, sie nach diesem Schuljahr, wenn ich mein Abitur geschafft habe, für ein Jahr zu besuchen. Zudem will ich gerne mein Englisch verbessern", sagt die 17-jährige Damaris Höft, die die zwölfte Klasse des John-Brinckman-Gymnasiums besucht.

Die 18-jährige Franziska Bennöhr aus Güstrow hat gerade ein Austauschjahr hinter sich: "Meiner Meinung nach sollte jeder, der die Möglichkeit für einen solchen Auslandsaufenthalt hat, diese Chance ergreifen, denn man gewinnt Erfahrungen, die man einerseits anderswo nicht machen kann und die einem andererseits keiner mehr nehmen kann und von denen man ein Leben lang zerrt."

Ein Austauschjahr erfordert Charakterstärke. Zum Beispiel könnte besonders Sozialkompetenz in der ersten Zeit helfen, sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden und sich nicht völlig überfordert zu fühlen.

Tolle Gastfamilie wichtige Voraussetzung

Im Ausland leben die Schüler in einer Gastfamilie, die aber noch vor Ort gewechselt werden kann. In der Gastfamilie werden dem Schüler die Tradition, die Kultur und die Sprache des Gastlandes vermittelt. "Man muss Glück haben, um eine tolle Gastfamilie zu bekommen", so Schulleiter Hickisch. Die Gastfamilie ist während des Auslandsaufenthalts sehr wichtig, denn hier ist der Ort, an dem man sich am meisten aufhält.

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