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Nisthilfe und Unterschlupf für Käfer und Co. : Ein Hotel für alles, was krabbelt

vom

Die Mädchen und Jungen der Spielland-Kita Anne Frank sind unter die Hoteliers gegangen. Zusammen mit dem Leiter des Forstreviers, Erzieherinnen, Hausmeistern und Eltern weihten sie jetzt ein Insektenhotel ein.

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erstellt am 07.Jun.2011 | 04:49 Uhr

Parchim | Die Mädchen und Jungen der Spielland-Kita Anne Frank sind unter die Hoteliers gegangen. Zusammen mit dem Leiter des Forstreviers Voigtsdorf Jens-Uwe Springer, Erzieherinnen, Hausmeistern und Eltern weihten die Kinder jetzt ein Insektenhotel auf dem Kita-Gelände ein. Damit beweisen sie, dass sie ein Herz für die heimische Tierwelt haben, besonders für die ganz kleinen Krabbeltiere, die leicht übersehen werden.

"Die Idee hatten die Erzieherinnen und Kinder", erzählt Forstamtmann Jens-Uwe Springer, "wir unterstützen die Initiative aber sehr gern". Die einzelnen Hotelzimmer staffierten die Kinder mit allerlei Dingen aus, die Insekten mögen oder ihnen als Rückzugs- und Nistraum dienen. Vom Ziegelstein über Bambus bis zur Baumrinde brachten die Mädchen und Jungen mit Hilfe ihrer Eltern kartonweise allerlei Einrichtungsgegenstände mit. Solch ein Hotel ist nützlich, weil der natürliche Lebensraum der Insekten durch extensive Landschaftsnutzung immer kleiner wird.

"Bei uns bestimmern und gestalten die Kinder mit"

Das wissen die 40 Kita- und 18 Krippenkinder des Spiellands in Trägerschaft der Volkssolidarität deshalb so genau, weil sie sich schon seit Wochen mit dem Thema beschäftigen. Bei Ausflügen auf heimische Wiesen haben sie zum Beispiel diverse Käfer und Fliegen entdeckt, sogar wilde Bienen, "Bewegte Kinderwelt" nennt sich das Lernkonzept der Kita, das auf kontinuierliche Erfahrungen setzt. Leiterin Kerstin Ziebarth: "Bei uns bestimmen die Kinder mit und gestalten mit, wir geben ihnen Entscheidungsfreiheit und sie lernen dabei spielerisch." So werden die Mädchen und Jungen auf sanfte Art fit fürs Leben. Erzieherin Sigrid Markiewicz: "Wer seine Umwelt kennt, geht sorgfältig damit um." Das tun natürlich auch die Förster. Als Überraschung brachte Jens-Uwe Springer einen Karton mit ins Spielland, aus dem es leise piepste. Fünf ganz kleine, verlassene Meisen hatten die Forstmitarbeiter gefunden. Jetzt ziehen sie die hungrigen, noch federlosen Vögel auf. Dafür müssen sie fast im Stundentakt füttern. Wenn aber alles klappt und die kleinen Meisen flügge werden, erinnern sie sich vielleicht an das Insektenhotel. Kohlmeisen mögen nämlich Insekten und Spinnentieren zum Fressen gern...

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