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Lokales

13. Dezember 2017 | 08:30 Uhr

Ein Herz für Tiere in Not

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erstellt am 27.Mai.2010 | 07:37 Uhr

Wietow | Andrea Möhle hat ein ganz besonderes Händchen für Tiere. Sie ist Tierheilpraktikerin und Tierpsychologin in Wietow bei Wismar. Sie versteht sich mit kleinen wie großen Tieren, weil Andrea Möhle sich Zeit nimmt, den Hund, die Katze oder das Pferd zu verstehen. Sie blickt ihnen in ihre Seele. Denn wer behauptet, Tiere hätten weder eine Seele noch Gefühle, der irrt - davon ist Andrea Möhle seit vielen Jahren überzeugt. Die Arbeit mit den Tieren geht ihr über alles, mit einer kleinen Einschränkung, wie sie selbst sagt: "Die Tiere sind mein Leben und dass ich ihnen helfen kann, das ist mir sehr, sehr wichtig. Es bedeutet mir eigentlich alles, nicht über meine Familie - das ist klar, aber es ist mein Lebensinhalt."

Seit Februar hat sie ihre Tierheilpraxis in Wietow geöffnet. Vorher lebte sie zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Luxemburg. Auch dort engagierte sich die Tierliebhaberin schon für die Gesundheit von Tieren. In einer Pflegestation nahm sie kranke und verhaltensgestörte Tiere auf. So kam auch Galgo-Dame America zu ihr. "America kam vor fünf, sechs Jahren zu mir. Sie war sehr schwer misshandelt worden. Als sie sich erholt hatte, habe ich sie erfolgreich vermittelt, aber America lief die 19 Kilometer zur Pflegestelle zurück. Von da an wusste ich, sie geht nie wieder woanders hin", erzählt Andrea Möhle.

Seit gut sechs Jahren arbeitet sie, nun wieder in Deutschland, als ausgebildete Tierheilpraktikerin und -psychologin. Der Weg dorthin war alles andere als einfach, wie sie selbst sagt. Aber ihre Familie stand die ganze Zeit zu ihr. Mit Ende 30 entschied sich die gelernte Hotelkauffrau ihren Job aufzugeben und noch mal ganz neu zu beginnen. An einem Institut für Tiernaturheilkunde machte Andrea Möhle die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin. Anschließend absolvierte sie erfolgreich ein Studium zur Tierpsychologin. In die Tierheilpraxis nach Wietow kommen aber nicht nur Hunde, sondern auch andere Kleintiere wie Hamster oder Katzen. Aber auch organische Leiden bei Pferden und Kühen behandelt die Therapeutin. Dabei weist sie immer wieder darauf hin, dass sie keine Tierärztin ist. "Es gibt einen Unterschied zwischen Tierheilpraktiker und Tierarzt. Der beste Fall ist, wenn der Tierarzt und der Tierheilpraktiker zusammen arbeiten. Dann erst kann man sagen, es hat sich für das Tier gelohnt", sagt Andrea Möhle. Ihre Behandlungsmöglichkeiten sind breit gefächert - von der klassischen Homöopathie über Akupunktur bis hin zur Verhaltenstherapie. "Verhaltensstörungen treten auf, weil der Mensch die Tiere nicht richtig behandelt hat", sagt Andrea Möhle. Bei all ihren Therapie-Möglichkeiten ist vor allem auch die Zusammenarbeit mit dem Besitzer des Tieres sehr wichtig: "Mein Erfolg basiert auf den Beobachtungen des Halters und der Kommunikation, die ich mit dem Halter habe." Zunächst muss der Besitzer einen Fragebogen ausfüllen. In den weiteren Gesprächen erfährt die Heilpraktikerin dann immer mehr über das kranke Tier und kann daraus die ent sprechende Therapie entwickeln. Zwischen vier bis sechs Stunden sitzt sie dann an einem Fall. Ihre Hauptarbeit besteht aber vor allem darin, Aufklärungsarbeit zu leisten, denn die meisten Besitzer wissen gar nicht, mit was für einem Wesen er es zu tun hat und wie man den Hund oder die Katze richtig behandelt. Neben der hauptberuflichen Arbeit engagiert sich die Tierliebhaberin auch ehrenamtlich im Tierschutz. Vor allem die Galgo-Hilfe liegt ihr besonders am Herzen. Die Galgos sind spanische Windhunde, die extra für die Hasenjagd gezüchtet werden und nach nur wenigen Jahren auf brutale Art und Weise getötet werden. "Nur wenige Galgos werden älter als fünf Jahre", sagt die Tierschützerin.

Nicht nur im Ausland engagiert sie sich, sondern auch innerhalb Deutschlands. Auch mit dem Tierheim in Roggendorf arbeitet sie seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Zur Zeit sucht Andrea Möhle nach weiteren Pflegestellen, mit denen sie zusammen arbeiten kann.

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