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Lokales

16. Dezember 2017 | 00:46 Uhr

Ein Haus mit Signalwirkung

vom

svz.de von
erstellt am 26.Jun.2011 | 05:07 Uhr

Stadtmitte | "Architektur ist wie Essen. Sie muss individuelle Bedürfnisse befriedigen. Sie muss satt machen und schmecken", so Reinhard Löffler bei der diesjährigen Rostocker Architekturpreisverleihung am vergangenen Sonnabend. Der freie Architekt war Mitglied der Jury, die aus neun nominierten architektonischen Meisterwerken den Preisträger ermitteln musste. "Während der Besichtigung der Gebäude haben wir Bewertungskriterien erarbeitet. Besonders wichtig war für uns die Funktionalität, die Nachhaltigkeit, der Dialog des Hauses mit dem öffentlichen Raum sowie dessen Eingliederung in die Umgebung und die Angemessenheit der angewendeten Mittel", erzählt Löffler. "Daran angelehnt hat sich für uns im Verlauf des Tages ein eindeutiger Sieger herauskristallisiert: meyer ohde architekten", fügt er hinzu. Dahinter stehen die Diplom- Ingenieure Heike Ohde und Hannes Meyer aus Bad Doberan. Mit der Gestaltung des Verwaltungsgebäudes des Michealshof in Gehlsdorf konnten sie die siebenköpfige Jury von sich überzeugen. "Wir sind überwältigt. Unsere Idee war es die Natur nicht zu stören, sondern ein Objekt zu schaffen, dass sich in ihr einfügt", so Meyer. "Das Gebäude steht mitten auf einer Streuobstwiese. Es ist zur Warnow hin ausgerichtet und der Empfangsbereich liefert einen Blick auf eine alte Eiche", erzählt der Ingenieur. Dieser Aspekt hat auch die Jury am meisten begeistert: "Das Haus schwebt über diese Obstwiese. Ohde und Meyer haben das diesjährige Motto ,Besser leben mit Architekten optimal umgesetzt", sagt Löffler. "Das Verwaltungsgebäude hat eine Seele. Es wurde mit Liebe, Herz und Verstand entwickelt ", meint der Architekt.

Für den Rostocker Architekturpreis werden jedes Jahr Häuser nominiert, die eine Signalwirkung aufweisen. "Ein Haus sollte eine Reaktion in einem Menschen hervorrufen. Daher ist es sowohl eine komplexe , als auch eine sehr simple Aufgabe ein Gebäude zu entwickeln, denn ein Haus bleibt schließlich immer ein Haus", so Löffler.

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