Ein Faible für den Laufsteg

Schönheit vor dem Prachtbau: Inken Warnow aus Güstrow stach bei der 'Miss Hanse Sail'-Wahl in Rostock die Konkurrenz aus. Michael Köster
Schönheit vor dem Prachtbau: Inken Warnow aus Güstrow stach bei der "Miss Hanse Sail"-Wahl in Rostock die Konkurrenz aus. Michael Köster

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14. August 2010, 01:57 Uhr

Güstrow | Blonde Haare, lange Beine, flacher Bauch und eine tolle Ausstrahlung - Inken Warnow bringt alles mit, was erfolgreiche Models brauchen. Die frisch gebackene "Miss Hanse Sail" (SVZ berichtete) aus Güstrow ist aber das komplette Gegenteil einer auf Ruhm versessenen jungen Frau. An erster Stelle in ihrem Leben steht die Familie.

So verwundert es nicht, dass ihre Mutter sie auf dem Pressetermin im Café begleitet. Auch Schoßhündchen Ella, ein Bolonka Zwetna im modischen Regenmantel, darf nicht fehlen. Auf ihren ungewöhnlichen Vornamen angesprochen, kommt Mutter Stefani Warnow ihrer Zweitgeborenen mit der Antwort zuvor: "Die Tochter des Pastors aus ,Der Landarzt hieß so. Der Name hat mir auf Anhieb gefallen. Er ist die friesische Variante von Inge." Mit der Namenswahl ihrer Eltern ist Inken Warnow durchaus zufrieden, auch an ihrem Aussehen hat die gelernte Hauswirtschafterin nichts auszusetzen: "Ich finde, dass ich natürlich schön bin. Ich muss mich nicht immer schminken."

Selbstbewusst, aber nicht arrogant, kommt die gebürtige Rostockerin daher. Ein Attribut, das ihr Jury und Publikum der Miss-Wahl hoch anrechneten. Weitere Pluspunkte, die Inken Warnow letztlich ihre erste Siegerschärpe im Vergleich mit 14 anderen Damen einbrachte, sammelte sie bei einem Kurzinterview und leicht bekleidet in Bademoden. "Ich habe nichts zu verstecken und zeige mich gerne", sagt Warnow, die im Resort Linstow als Hausdamenassistentin arbeitet und deshalb ihr Elternhaus in Dummerstorf verließ und nach Güstrow zog. Ihren Beruf übt die sympathische Blondine gerne aus. Über Nebenverdienste durch Modelaufträge habe sie aber nichts einzuwenden.

Mutter ist der größte Fan

Das Faible für den Laufsteg, sich zu präsentieren, hat Inken Warnow schon lange. Vor der "Miss Hanse Sail"-Wahl nahm sie bereits an drei anderen Schönheitswettbewerben teil. "Dabei habe ich viele Erfahrungen gesammelt, es macht mir einfach riesigen Spaß", erklärt die 23-Jährige, die in Mutter Stefanie ihren größten Fan hat. "Ich war wie vom Blitz getroffen, als verkündet wurde, dass Inken gewonnen hat. Das war irre und der Lohn für ihre harte Arbeit. Meine Tochter ist eine Kämpferin", schwärmt die Dummerstorferin.

Ein Kämpferherz muss Inken Warnow bald wieder zeigen, wenn sie sich mit anderen Schönheiten im Landesfinale Mecklenburg-Vorpommerns und im ostdeutschen Finale, für das sie sich durch den Sieg in Rostock qualifizierte, misst. Ihr Traum: eine Teilnahme an der Miss-Germany-Wahl im Januar 2011. "Das steht für mich aber nicht an oberster Stelle. Wichtiger ist, dass ich meinen Job behalte, mir etwas aufbauen kann. Und ich möchte in naher Zukunft sesshaft werden", sagt die 1,76 Meter große und 56 Kilogramm leichte Güstrowerin. Was fehlt, ist der richtige Mann, von dem Inken Warnow ganz genaue Vorstellungen hat: "Er muss humorvoll, spontan und sportlich sein, und fest im Leben stehen."

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