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Lokales

12. Dezember 2017 | 09:31 Uhr

Ein Bebauungsplan für die Mittelmole

vom

svz.de von
erstellt am 10.Sep.2010 | 08:20 Uhr

Warnemünde | 4900 Wohnungen gibt es in Warnemünde und Diedrichshagen. Davon werden mindestens 620 als Feriendomizile genutzt. "Damit ist dieser Prozess viel, viel weiter fortgeschritten, als die Statistik bisher ausgewiesen hat. Uns lag eine Zahl von 170 vor", sagt Anja Epper. Die Sachgebietsleiterin im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft nannte diese Fakten, die die Befürchtungen vieler Warnemünder hinsichtlich dunkler Fenster, ja ganzer Häuser und Straßenzüge im Winterhalbjahr zu bestätigen scheinen, gestern während eines Pressegesprächs zur Fortschreibung eines Strukturkonzeptes für Warnemünde bis zum Jahr 2025.

Dieses Papier wird unter Federführung der Stadtentwickler und Stadtplaner gemeinsam mit Vertretern anderer Ämter, verschiedener Vereine und Institutionen dem Vertreter des beauftragten ASK-Planungsbüros Hamburg, Dr. Andreas Pfad, diskutiert und auf den Weg gebracht. Ziel, so der amtierende Amtsleiter Ralph Müller, ist es, Leitbilder für Warnemünde zu entwickeln. Die unterschiedlichen Interessenlagen und die bestehende Investitionsbereitschaft in Verbindung mit dem begrenzten Flächenangebot im Ostseebad erfordern nach seiner Meinung ein abgestimmtes und durch die Bürgerschaft legitimiertes Instrument, um eine geordnete städtebauliche Entwicklung zu gewährleisten.

Während einer dritten Gesprächsrunde am Donnerstag haben rund 80 Teilnehmer in zehn Arbeitsgruppen zu den Bereichen Wohnen, Ortsbild und Städtebau, Verkehr, Tourismus, Infrastruktur und Mittelmole Entwicklungsziele erarbeitet. Dabei stellte sich heraus, dass Stadtplaner und Warnemünder vielfach gleiche Prioritäten setzen. So wenn es um die Erhaltung des historischen Ortsbildes, um einen funktionierenden Wohnungsmarkt, um ein Parkraumkonzept oder um die Beplanung der Mittelmole geht. "Wenn in Warnemünde immer weniger Menschen leben, die zudem auch ein höheres Alter haben, dann sollten wir an bezahlbaren Wohnraum für Familien mit Kindern denken", sagte die amtierende Ortsbeiratschefin Regine Pentzien. Auf Preise für Miet- und Eigentumswohnungen, so machte Amtsleiter Müller klar, hat die Verwaltung jedoch keinen Einfluss. Ein heiß diskutiertes Thema ist die Mittelmole. War man bislang davon ausgegangen, dort keine Wohnungen zu schaffen, so denken Stadtentwickler jetzt auch über eine Mischbebauung nach. Für das Areal wird ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vorbereitet.

Über den Stand der Dinge wird die Öffentlichkeit am 15. November um 18.30 Uhr im Technologiezentrum informiert. Voraussichtlich wird der Entwurf des Strukturkonzeptes im Dezember 2010 fertiggestellt sein. Nach einer erneuten Diskussion in der Öffentlichkeit entscheidet die Bürgerschaft über das Papier.

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