zur Navigation springen
Lokales

22. November 2017 | 16:06 Uhr

Ein Anziehungspunkt für Dierkow

vom

svz.de von
erstellt am 21.Mär.2011 | 07:25 Uhr

Dierkow | Es soll zum zentralen Anlaufpunkt für die Bürger in Dierkow werden: das neue Stadtteil- und Begegnungszentrum (SBZ), das 2012 am Kurt-Schumacher-Ring entstehen soll. Gestern hat das Weimarer Architekturbüro B 19 im Ortsamt Ost seinen Entwurf für das Bauprojekt vorgestellt. Zuvor hatte es sich in einem Wettbewerb gegen 41 weitere Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet durchgesetzt. "Wir wollen hier keinen Fremdkörper reinsetzen, sondern einen Baustein, der auf das eingeht, was schon da ist", sagt Architekt Marc Rößling. Der Standort sei geprägt vom Zeitgeist der 80er-Jahre, in denen das Stadtviertel Dierkow-Neu erbaut wurde.

Der Entwurf zeigt einen modernen einstöckigen Bau in L-Form, der unter anderem Büro- und Aktionsräume, einen großen Saal, ein Foyer und eine Küche integriert. "Es ist auch möglich, das Haus in zwei Teile zu teilen und separat zu nutzen", sagt Rößling. So soll verhindert werden, dass sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren bei ihren Aktivitäten in die Quere kommen. Prägend im Außenbereich ist der Vorplatz am Haupteingang. Vom Hannes-Meyer-Platz kommend gibt es eine direkte Sichtverbindung. Der Eingang ist klar erkennbar und lädt ein, das Haus zu erkunden. "Die Bevölkerung soll einen Anreiz haben, hier vorbeizuschauen", sagt Peter Menzel (Linke), Vorsitzender des Ortsbeirats Dierkow-Neu, der bereits seit 2005 auf ein neues SBZ hinarbeitet. Er erhofft sich, dass auf diesem Weg das kulturelle Leben im Stadtteil entfacht wird und sich hier auch die Wirtschaft ansiedelt. "Nur so kommen wir zum Ziel", sagt Menzel - dem Ziel, die Menschen im Nordosten zu halten.

Die Bürger hätten sich ein neues Stadtteilzentrum an einem repräsentativen Ort gewünscht, erzählt Steffen Ohm, Leiter des jetzigen SBZ Dierkow. Vor allem auf einen großen Veranstaltungsraum für bis zu 200 Personen hätten sie Wert gelegt. Ohm wünscht sich, dass der Neubau von den Bürgern angenommen wird und sie erkennen: Das ist unser Haus. Außerdem hofft er, dass auch neue Nutzer den Weg in die Begegnungsstätte finden. "Allein durch die Architektur wird das Gebäude zum Anziehungspunkt", sagt er.

Der Entwurf der Weimarer Architekten setzt auf Multifunktionalität: Ob das Bürgercafé, Freizeit-, Sport- und Beratungsangebote oder Kurse - auf rund 1300 Quadratmetern sollen die unterschiedlichsten Angebote Platz finden. Auch die Redaktion der Stadtteilzeitung, die Dierkower Geschichtswerkstatt und die Interessengemeinschaft Hanseforum werden sich hier treffen. "Dieses SBZ ist auf dem besten Weg, 2012 den Dierkowern übergeben zu werden", sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Die Bausumme von 1,25 Millionen Euro wurde bereits in den Haushalt fürs kommende Jahr eingestellt.

Die Ausstellung "Ergebnisse des Architektenwettbewerbs" ist bis zum 14. April im Ortsamt Ost, Jawarharlal-Nehru-Straße 33, zu sehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen