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Spendebereitschaft gestiegen : EHEC-Krise sorgt für Blutspende-Rekord

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Die Bereitschaft zum unentgeltlichen Blutspenden ist in MV während der EHEC-Krise angestiegen. Mit rund 800 Spenden an einem Tag ist in der vergangenen Woche der Normalwert von 450 bis 500 weit übertroffen worden.

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erstellt am 30.Jun.2011 | 06:20 Uhr

Schwerin | Die Bereitschaft zum unentgeltlichen Blutspenden ist in Mecklenburg-Vorpommern während der EHEC-Krise angestiegen. Mit rund 800 Spenden an einem Tag sei in der vergangenen Woche der Normalwert von 450 bis 500 weit übertroffen worden, sagte der Geschäftsführer des Blutspendedienstes vom Roten Kreuz, Helmut Kreuzer, gestern. Pünktlich zu seinem 20. Geburtstag verzeichnet der Blutspendedienst im Land damit einen neuen Rekord.

In einer Festveranstaltung im Schweriner IHK-Haus feiert der am 1. Juli 1991 gegründete Blutspendedienst heute sein Jubiläum. Dabei sollen auch langjährige Spender gewürdigt werden.

So wie Brigitte Mahnke. Für sie ist das Blutspenden fast schon ein Muss. Seit 40 Jahren sei sie regelmäßige Spenderin, um Kranken mit ihrem Blut zu helfen, erzählt die 59-Jährige aus Moltzow im Müritzkreis. Ihr Körper sei schon auf die Spende im Viertel-Jahres-Rhythmus eingestellt. Kurz vor den Terminen verspüre sie einen Druck in sich, "das Blut muss dann auch raus", sagt sie. Brigitte Mahnke gehört zu den treuesten Spendern in Mecklenburg-Vorpommern, die gestern in Schwerin den 20. Geburtstag des Blutspendedienstes vom Deutschen Roten Kreuz feiern.

Für Brigitte Mahnke steht die Hilfe für Menschen in Not an erster Stelle. "Und man weiß ja nie, ob man es selbst einmal braucht", fügt sie hinzu. Bisher habe sie aber stets gegeben und nie eine Transfusion bekommen. Zugleich sei die Spende auch ein guter gesundheitlicher Check, gibt sie zu bedenken.

Täglich sind im Land sieben mobile Teams unterwegs, sie nehmen im Jahr rund 100 000 Spenden entgegen - etwa 50 000 Liter Blut.

EHEC: Spur führt nach Ägypten

Die EHEC-Epidemie in Deutschland ebbt ab. Doch auch zwei Monate nach dem EHEC-Ausbruch ist nicht klar, woher der gefährliche Darmkeim genau kommt. Europäische Gesundheitsbehörden vermuten aufgrund von Lieferketten nun Bockshornkleesamen aus Ägypten als mögliche Quelle. Allerdings seien sie noch unsicher, ob das wirklich die gemeinsame Ursache der EHEC-Keime sei, betonen die Experten. Für den Rückgang an Neuerkrankungen haben die Wissenschaftler zwei Erklärungen. Es sei denkbar, dass die Menschen weniger verunreinigte Lebensmittel essen. Es könne aber auch sein, dass der Erregerherd in Deutschland ausgelöscht sei. Vor dem Verzehr von Sprossen warnen die Experten weiterhin.

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