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EU stellt 210 Millionen bereit : EHEC-Hilfe: Bauern ernten Bürokratie

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Die lautstark angekündigten Beihilfen für Gemüseproduzenten, deren Geschäft infolge der EHEC-Erkrankungswelle dramatisch gelitten hat, drohen sich zu einem bürokratischen Dickicht zu entwickeln.

ludwigslust | Die angekündigten Beihilfen für Gemüseproduzenten, deren Geschäft infolge der EHEC-Erkrankungswelle dramatisch gelitten hat, drohen sich zu einem bürokratischen Dickicht zu entwickeln. Die EU hat 210 Millionen Euro als Beihilfen zugesagt - für die Landwirte in ganz Europa wohlgemerkt. Für die Erzeuger hier ein Tropfen auf den sprichwörtlichen heißen Stein. Der Wöbbeliner Gemüseproduzent Rudie Denissen kann sich noch an die Trockenheits-Beihilfe 2006 erinnern. Aus seinen mit viel Aufwand eingereichten Nachweisen sind am Ende 400 Euro Beihilfe herausgekommen.

"Die Verwaltung wird das meiste schlucken", sieht Denissen denn auch schon im aktuellen Fall der EHEC-Beihilfen voraus. "Bei den Bauern wird nicht viel ankommen", so seine pessimistische Prognose.

Das Schweriner Landwirtschaftsministerium sieht gegenwärtig noch überhaupt keinen Zeitrahmen, innerhalb dessen sich die Auszahlung der Gelder vollziehen könnte. An den Landwirten sei es zunächst, den Verlustnachweis zu erbringen. Dann werde sich zeigen, welchen Prozentsatz davon sie als Ausfallersatz bekämen, so Marion Zinke, Pressesprecherin des Ministeriums.

Unterdessen sieht Klaus-Dieter Wilke, Geschäftsführer der Erzeugerorganisation "Mecklenburger Ernte", ein Fünkchen Hoffnung am Horizont. Eine leichte Entspannung sei spürbar, so Wilke. Ein leichter Trend zum Mehrkauf von regional erzeugtem Gemüse sei wieder zu spüren.

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erstellt am 16.Jun.2011 | 06:06 Uhr

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