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Lokales

20. September 2017 | 20:29 Uhr

"Egal, ob er jetzt 17 oder 30 ist"

vom

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2010 | 09:43 Uhr

Rostock | Das Profi-Debüt vor knapp 30 000 Zuschauern feiern zu können, ist der Traum jedes Fußballers. Für Rostocks Tom Trybull ging er beim 2:2 des FC Hansa in Dresden in Erfüllung. Der Nachwuchsmann schnupperte erstmals Drittliga-Luft, als er in der Schlussphase eingewechselt wurde. "Ich habe mich sehr gefreut, dass ich mitfahren durfte, und wollte so viele Eindrücke und Erfahrungen mitnehmen wie nur möglich. Dass ich am Ende sogar noch zu einem Einsatz kam, ist natürlich um so schöner. Das erste Spiel, vor solch einer Kulisse, was will man mehr", so der 17-Jährige, dessen Eltern eine Einverständniserklärung unterzeichnen mussten.

Coach Peter Vollmann hatte keine Bedenken, den gebürtigen Berliner - er kam im Sommer 2008 vom 1. FC Union zum FCH - ins kalte Wasser zu werfen. "Ich wusste, dass er das Zeug dazu besitzt. Ich habe volles Vertrauen zu dem Jungen. Er hat schon im Training bewiesen, dass er einen sehr guten Ball spielen kann. Außerdem hatten wir zu diesem Zeitpunkt keinen ,Sechser mehr auf dem Platz und wollten nach dem 2:2 wieder in unsere ursprüngliche Formation zurück. Da war es keine Frage, Tom ins Spiel zu bringen, und auch egal, ob er jetzt 17 oder 30 ist. Ich denke, dass er emotional von der Gesamtsituation ergriffen war. Aber er ist von der Art her eher kühl, war anfangs vielleicht etwas erschrocken, ist dann jedoch gut reingekommen", so der 52-Jährige.

Vollmann sieht in Tom Trybull eins der größten, wenn nicht sogar das größte Talent des Vereins. "Wenn er klar im Kopf bleibt, schafft er es in die 1. Bundesliga. Er hat in jedem Fall das Zeug dazu", erklärt der Coach, der den Nachwuchskicker als ernsthaften Konkurrenten für Kevin Pannewitz (19) sieht. "Wenn wir ihn als ,Sechser im nächsten Spiel brauchen, dann kommt er dort zum Einsatz. Er ist eine echte Alternative. Natürlich hat Kevin etwas mehr Erfahrung, doch mit jeder Einheit, die Tom bei uns ist, wird er sich etwas mehr abgucken und sicher werden", so Vollmann, der damit den Konkurrenzkampf schürt, zumal Pannewitz zuletzt keine überragenden Leistungen anbot.

In jedem Fall werden Tom Trybull und auch Pelle Jensen im Profi-Kader weiter mittrainieren. "Wenn sich das bewährt, bleibt es auch so. Wenn wir jemanden holen, dann muss er schon besser sein als unsere jungen Spieler. Ansonsten würde es keinen Sinn machen", erklärt der Cheftrainer.

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