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Lokales

22. September 2017 | 02:54 Uhr

Durchsuchung bei Bürgermeister Menz

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jun.2010 | 08:55 Uhr

neustadt-glewe | Kriminalpolizei-Beamte und Staatsanwaltschaft rückten gestern bei Neustadts Bürgermeister Uwe Menz an. Mit richterlichen Beschlüssen in der Tasche stellten sie Beweismittel sicher, die nunmehr ausgewertet werden.

"Es besteht der Verdacht, dass der Bürgermeister im Jahre 2009 unberechtigt Reisekosten sowie von Ende 2008 bis Mitte 2009 sein Diensthandy für private Auslandsgespräche genutzt hat", informierte Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek am Nachmittag. Außerdem soll Menz laut Staatsanwaltschaft Dienstfahrzeuge beschafft bzw. Aufträge ohne Ausschreibung bzw. Einholung von Vergleichsangeboten vergeben haben. Im Fokus steht schließlich auch die mögliche Nutzung von Dienstwagen der Stadt Neustadt-Glewe für private Zwecke, obwohl dies nicht gestattet war.

Durchsucht wurden Privaträume des Bürgermeisters. Eine Durchsuchung des Rathauses war laut Staatsanwaltschaft nicht erforderlich, weil die Mitarbeiter sich kooperativ gezeigt und die entsprechenden Unterlagen herausgegeben hätten. Auf Nachfrage bestätigte Urbanek, dass auch Firmenräume in der Lewitzstadt durchsucht wurden. Die Beschuldigungen richteten sich aber lediglich gegen Bürgermeister Menz, unterstrich er.

Im Dezember war der 57-Jährige auch wegen des Verdachts der illegalen Demontage von Schienen am Brenzer Kanal in die Schlagzeilen geraten. Bereits seit November 2009 darf Menz keine Aufträge mehr vergeben und nicht über Geld und Personal entscheiden.

Gestern wollte er keinen Kommentar zu den Vorgängen abgeben.

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