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Neue Technik zum Pflanzenschutz und zur Düngeroptimierung : Drohneneinsatz in Veelböken

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Einen ungefährlichen Drohneneinsatz hat es in Veelböken gegeben. Spezialisten der CiS GmbH Rostock-Bentwisch präsentierten dort anlässlich des 35. Rapstages ein neues Techniksystem für die Landwirtschaft der Zukunft.

Veelböken | Beim 35. Rapstag MV in Veelböken hat es erstmals einen Drohneneinsatz gegeben. Dabei ließen Spezialisten aus Rostock einen Flächenflieger zur Gewinnung von Luftbildern starten. Schon in den nächsten Jahren könnten solche Flieger öfter über Felder in Nordwestmecklenburg via Autopilot kreisen. Denn Landwirte können durch die gewonnenen Daten gezielter düngen und spritzen. Dadurch sparen sie Kosten.

Entwickelt wurde das in Veelböken gezeigte technische System von dem Verein zur Einführung teilflächenspezifischer Landbewirtschaftung und Spezialisten der CiS Gmbh aus Rostock-Bentwisch. Das Unternehmen beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit der Einführung und Nutzung moderner Technologien in die Landwirtschaft.

"Diese Technologie gibt es seit etwa 15 Jahren und wurde stufenweise ent wickelt. In der klassischen Umsetzung ist unser System, was wir mit der CiS GmbH entwickelt haben aber am weitesten", sagte Dr. agrar. Wilfried Littmann. Nach seinen Angaben rentiert sich die Investition in solch ein System für ein Landwirtschaftsunternehmen mit einer Fläche von 1000 Hektar nach einem Jahr. Die Anschaffung koste zwischen 4000 und 6500 Euro. Notwendig sind allerdings auch Maschinen, die über einen Rechner steuerbar sind und digitale Feldkarten lesen können. "Wer vor der Frage neuer Investitionen steht, sollte die Drohnentechnik also im Hinterkopf haben", sagte Littmann.

Wie Raspfelder aus der Vogelpers pektive aussehen, davon konnten sich die knapp 200 Teilnehmer des Rapstages vor Ort ein Bild machen. Die per Funk übermittelten Digitalfotos waren auf einem Flachbildfernseher im Kofferraum eines Autos zu sehen. Die Kommentare der Zuschauer lauteten: "Bei solch einem Anblick der Felder werde ich nur noch wehleidiger." Zu lachen dürfte Landwirten derzeit ohnehin nicht unbedingt zumute sein. Sie rechnen in diesem Jahr mit einer der schlechtesten Rapsernten der vergangenen zehn Jahre. "Die Ertragserwartung liegt in normalen Jahren zwischen 40 und 45 Dezitonnen je Hektar. Dieses Mal tendiert der Ertrag Richtung 30 Dezitonnen", sagte Klaus-Dieter Meißner von der Agrarhof eG Veelböken. Erschwerend kam für Landwirte der Befall der Pflanzen mit Schädlingen hinzu. "Vor allem beim Raps hatten wir ein starkes Auftreten der Rapsglanzkäfer. Der Käfer greift die Knospen an, um an den Blütenstaub zu gelangen, der ihm als Nahrung dient. Im Vergleich zum Vorjahr war das Auftreten des Rapsglanzkäfers stärker - flächendeckend in MV", sagte Marcus Hahn vom Pflanzenschutz-Regionaldienst Schwerin. Hahn gab in Veelböken Landwirten auch aktuelle Pflanzenschutzempfehlungen für das Rapsjahr 2012 mit auf den Weg.

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erstellt am 08.Jun.2011 | 07:10 Uhr

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