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Lokales

20. November 2017 | 10:43 Uhr

DRK plant neue Rettungswache

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svz.de von
erstellt am 25.Okt.2010 | 09:43 Uhr

Steintorvorstadt | Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will seine Rettungswache in der Augustenstraße komplett abreißen und neu errichten. Denn die ehemalige Theatergarage vom Beginn des vergangenen Jahrhunderts erfüllt die Anforderungen der sechs Einsatzfahrzeuge nur notdürftig. "Wir brauchen beispielsweise spezielle Stellplätze", sagt Gunnar Wiechert, Leiter des DRK-Rettungs- und Fahrdienstes.

Momentan stehen die großen Autos zwischen den Säulen der Halle. Beim Ein- und Ausparken bleiben nur wenige Millimeter Spielraum. "Die meisten Schäden an den Fahrzeugen ziehen wir uns hier zu", sagt DRK-Geschäftsführer Jens Kasch. Auch nach oben bleibt den Autos kaum Luft, an der niedrigen Decke knicken die Antennen regelmäßig ein. "Das ist echt grenzwertig", sagt Kasch.

Auch Platz für Kleiderkammer

Deswegen will er auf dem 2000 Quadratmeter großen Grundstück neue Gebäude mit einer Tiefgarage für Rettungswache, Kleiderkammer und Verwaltung errichten. Den Fahrdienst hingegen will der Geschäftsführer aus der Innenstadt abziehen: "Das würde den Fahrzeuganteil deutlich senken." Allein in diesem Bereich arbeiten in der Augustenstraße 60 Angestellte, die für ein ständiges Kommen und Gehen sorgen. Hinzu kommen 25 Mitarbeiter in der Rettungswache und 15 in der Verwaltung.

In das 1,5-Millionen-Euro-Projekt hat sich nun aber auch der Denkmalschutz eingeschaltet. "Demnach sollen die ersten fünf Meter der Fassade erhalten bleiben", sagt Kasch. Das Gebäude sei zwar nichts Besonderes, es präge aber das Quartier. Denn im Gegensatz zu den übrigen Häusern des Straßenzugs sei es leicht nach hinten versetzt und wesentlich niedriger. "Die Begründung ist für mich schwer nachvollziehbar", sagt Kasch.

Das findet auch der Ortsbeirat Stadtmitte, der das Vorhaben auf seiner vergangenen Sitzung diskutiert hat. "Dem Bauherrn sollte mehr Freiheit gegeben werden", sagt Christian Blauel, Mitglied in dem Gremium. Die Einfahrt sei zu eng, die Bausubstanz sehr schlecht, der Bürgersteig momentan nicht nutzbar. "Das ist die Chance, den Straßenraum wieder klarzumachen", sagt Blauel. Vorrangiges Ziel von Geschäftsführer Kasch ist es hingegen, die Arbeitsbedingungen seiner Mitarbeiter zu verbessern. Unter anderem sollen die Rettungskräfte angemessene Ruhe- und Umkleideräume erhalten. Die gesamte Ausstattung sei ebenso wie die Energieeffizienz der Großgarage nicht mehr aktuell. Auf einen konkreten Bautermin will Kasch sich aber noch nicht festlegen. "Wir wollen erst mal eine Entscheidungsgrundlage für den Vorstand schaffen", sagt er.

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