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Lokales

20. November 2017 | 14:55 Uhr

Drei Kompromissvorschläge gefordert

vom

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2011 | 12:30 Uhr

Hansaviertel | Interessengruppen aus Bürgern, Sportlern und Anwohnern haben sich gestern zur Ortsbesichtigung der Großbaustelle Darwineum am Barnstorfer Ring getroffen. "Es ging um potenzielle Lösungen zwischen Zoo, Stadt und Naturliebhabern", sagt Moderator Arne Welenz. "Obwohl zum Ende heftig diskutiert wurde und einige Anwohner eine härtere Gangart und teilweise Baustopp forderten, haben wir eine Liste mit 71 Unterschriften erhalten, die unsere Kompromisse befürwortet haben", sagt Welenz.

Erstens: Der Zaun auf dem Waldweg soll von der Mitte des Weges etwa fünf Meter eingerückt werden, um ihn in der ursprünglichen Breite nutzen zu können.

Zweitens: Öffnung des alten Weges zur Jägerhütte, eventuell durch den Bau einer Brücke.

Drittens: Rückgabe des jetzigen uneingezäunten Barnstorfer Waldes an die Stadt, um ihn als frei zugängliches Naherholungsgebiet zu sichern.

Anwohnerin Gudrun Kiesendahl kritisierte, dass 4,2 Hektar des teilweise 150 Jahre alten Baumbestand gerodet werden. "Und das im Jahr des Waldes", sagt sie. Christa Möhner stellte im offenen Brief an Oberbürgermeister Roland Methling die Frage, wie er den "Frevel des Abholzens" rechtferigen will.

Dr. Jens Schweder vom Kreisleichtathetikverband forderte die Menschen auf, die Möglichkeiten der Demokratie zu zu nutzen. "Auch wir Sportler sind Freunde und keine Gegner des Zoos, aber wir wollen - ähnlich wie Anwohner - den Wald als Naherholungsgebiet und zum Laufen nutzen, dafür muss der Zaun ein Stück zurück gesetzt werden", sagt er.

Nicht anwesend war Udo Nagel. "Ich bin nicht eingeladen worden", sagt der Zoodirektor. Was Nagel nicht versteht: "Auch wenn ich es in Ordnung finde, dass Leute eine andere Meinung haben, hätte man die Zeit im Vorfeld für Widersprüche nutzen können, wir haben unsere Pläne nicht verheimlicht". Zum Zaunversetzen laufen Gespräche. "Wir werden den Weg breiter ziehen", sagt er. Komplizierter sei es, das Stück Wald in Erbbaurecht zurück zu geben. "Da muss die Bürgerschaft mit entscheiden, außerdem ist es Teil unseres Stammkapitals." Einige Gegner wollen Freitag gegen 12.15 Uhr zum Rathaus, wo zu der Zeit Gespräche laufen.


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