zur Navigation springen
Lokales

22. November 2017 | 17:45 Uhr

Drei auf einen Streich

vom

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2010 | 07:26 Uhr

Schmarl | Der IGA-Park Rostock hat am Sonntag gleich zu drei Veranstaltungen eingeladen: Während Naturfreunde am Rosenhang das vierte Rosenfest feierten, wurde am anderen Ende des Parks das 40. Jubiläum des Schiffbaumuseums auf dem Traditionsschiff begangen und das zweite Gartenbahntreffen abgehalten. Dank der Warnemünder Strandbahn war es für die Besucher ein Leichtes, von einer Veranstaltung zur anderen zu kommen und bei einer gemütlichen Fahrt durch die Parklandschaft die Natur zu genießen. An vielen Ecken machten die Familien Halt, um die Spielplätze, den Barfuß-Wanderpfad und Bastelstände zu testen.

Am 13. Juni 1970 eröffnete an Bord des Traditionsschiffes des Typs "Frieden" das Rostocker Schiffbaumuseum seine Pforten. In den Laderäumen des ehemaligen 10 000-Tonnen-Frachtschiffes "Dresden" können Besucher die Schiffbaugeschichte der Ostseeküstenregion vom Bau slawischer Einbäume bis hin zur modernen Fertigung von stählernen Fracht- und Spezialschiffen nachvollziehen. Zu den beliebtesten Exponaten zählen ein originaler Einbaum, das Flächenmodell der Rostocker Neptun-Werft, eine Sammlung verschiedenartiger Schiffsantriebsmaschinen, eine aufblasbare Rettungsinsel, Dampfmaschinen sowie Funktionsmodelle.

40 Jahre schwimmendes Museum und Klassenzimmer

Fast alle Rostocker waren schon einmal in der Dauerausstellung auf dem schwimmenden Museum, das seit 2003 im IGA-Park vor Anker liegt. Auch der 15-jährige Hanno Pothmann und der 13 Jahre alte Paul Marninger kennen diese sehr gut. Die jungen Modellbauer des Vereins "Nordland" waren schon mehrere Male auf dem Traditionsschiff und interessieren sich sehr für das Maritime. Ihre eigenen Modellschiffe haben sie gestern in der Warnow zu Wasser gelassen und den Zuschauern gezeigt, wie schnell und wendig sie sind.

Neben all den Feierlichkeiten war ein Thema am Sonntag wieder sehr präsent: der Standort des Traditionsschiffes. Seit Jahren laufen die Diskussionen über die Verholung des Traditionsschiffes zurück in den Stadthafen Rostock. Nachdem es 2003 anlässlich der Internationalen Gartenausstellung in der Hansestadt nach Schmarl versetzt wurde, versandet es dort allmählich. Das vor mehreren Monaten gestartete Bürgerbegehren über die Verholung des Schiffes zurück an den Stadthafen wurde zur Jubiläumsveranstaltung heiß diskutiert. Egal wo das schwimmende Museum in Zukunft seine Pforten öffnet, die Schifffahrtsgeschichte der Region bleibt in den Laderäumen beherbergt. In den vergangenen 40 Jahren konnten nicht nur Touristen diesen wichtigen Teil der Rostocker Geschichte auf dem Traditionsschiff nachvollziehen, sondern auch Schülergruppen die Schifffahrtsgeschichte entdecken. Im "Experi-Marium", dem maritim-physikalischen Klassenzimmer, lernen sie unter anderem, warum Schiffe schwimmen, wie Kraft übertragen wird und wieso ein Flüsterrohr zwischen Brücke und Maschinenraum funktioniert. Nicht weit vom Traditionsschiff entfernt standen gestern zum zweiten Gartenbahntreffen 20 Lokomotiven, Personen- und Güterwagen sowie ein Schienenoval für Kinder zum Anschauen und Ausprobieren bereit. Mit der Warnemünder Strandbahn konnten die Gäste die Stationen ständig wechseln.

Am anderen Ende des IGA-Parks tummelten sich die Besucher auf dem vierten Rosenfest. An zahlreichen Mitmach-Ständen konnten sich die Naturliebhaber künstlerisch ausleben und beispielsweise selbst Körbe flechten. Doch nicht jeder wollte mitbasteln und so luden auch Präsentationen floristischer Kreationen sowie die Musik des "Rosen-Duos" zum Verweilen ein. Die Besucher konnten die schönen Gewächse bei den Führungen durch die Anlagen des IGA-Parks bewundern und auch verschiedene Rosengewächse mit nach Hause nehmen. Den passenden Vortrag über die richtige Pflege der Pflanzen gab es am Nachmittag. Experten standen den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum ging, die Bepflanzung des eigenen Gartens zu planen. Während die Eltern und Großeltern sich beraten ließen, konnten sich die Kinder im Puppentheater bei "König Drosselbart" und "Schneeweißchen und Rosenrot" amüsieren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen