Drachenbootrennen der Superlative

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Das vierte Jahr dabei: Das "Prignitzer"-Boot die "Supersprinter" mit Lesern und Journalisten sprintet auf den 20. Platz.petra ferch (8)

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05. Juli 2010, 08:26 Uhr

Wittenberge | Heiß wie lange nicht war es am Wochenende zum X. Elbebadetag. Nicht nur was die Temperaturen anbelangt, sondern auch die Läufe des Drachenbootrennens. Vor allem die Entscheidung der Veranstalter, im zweiten Vorlauf die Teams entsprechend ihrer ersten Vorlaufzeit zu einem Rennen zusammenzufassen, erwies sich als goldrichtig.

Damit waren jeweils in etwa gleichstarke Teams am Start, was zu hauchdünnen Entscheidungen führte. Mehr als einmal stand der Sieger erst nach Auswertung des Zielfotos fest. Zuständig für die Zeitmessung war wie in den Jahren zuvor Jörg Henning vom Sport-Service Falkensee. Erstmals konnten die Teamleiter per elektronischem Chip selbst Zielfotos und Ergebnisse ausdrucken. Neu war auch, dass in den Booten eine Lautsprecheranlage eingebaut war. Dadurch waren Startsignal und Kommandos der Steuerleute besser zu verstehen.

Kurz nach 17 Uhr stand der Sieger fest: Die Elbfrösche konnten ihren Vorjahreserfolg wiederholen. Im Finale schlugen sie die Teams "Optic-Dragons" und "Damwildgehege Prignitz", über deren Teilnahme eine Diskussion entbrannt war, denn offensichtlich haben beide Teams gegen die Ausschreibungsbedingungen verstoßen. Darin war festgelegt, dass nur Freizeitteams startberechtigt sind, die maximal drei bis vier Mal im Jahr in einem Drachenboot sitzen und an keinem nationalen oder internationalen Rennen teilnehmen.

Auf dem Elbebadetag geht es in erster Linie um den Spaß, und den hatten die Teams garantiert. Immer für eine Showeinlage gut: "BSL - Besser, Schöner, Lauter", die sich mit eigenem Trommelwirbel und einem selbst gebrauten Trank vor ihren Läufen motivierten. Erstmals dabei und optisch ein Hingucker: Das Team "Wir sind dicke da!" von der Tanzschule Schier-Rösel. In ihren gestreiften Schlafanzügen hatten sie die Lacher auf ihrer Seite.

Das vierte Jahr in Folge war der "Prignitzer" mit einem eigenen Boot vertreten. Leser und Journalisten kämpften gemeinsam gegen die Uhr. Nach einem schwachen ersten Vorlauf steigerte sich die Mannschaft und belegte am Ende den 20. Platz. Damit kassierte sie die erste Niederlage gegen die "Stadtpiraten". Das Boot der Wittenberger Stadtverwaltung um Bürgermeister Dr. Oliver Hermann zählte zu den großen Überraschungen des Tages. In den vergangenen Jahren eher im hinteren Mittelfeld legten sie gleich im ersten Vorlauf mit 1:18.458 eine Spitzenzeit hin, kamen am Ende auf Platz 6. Ebenfalls einen großen Sprung nach vorne machte das Boot "Vorwärts" der SPD:Platz 27 wurde es am Ende.

Bob-Olympiasieger Kevin Kuske startete in einem Promiboot und gestand nach dem Rennen, dass er sich im Eiskanal deutlich wohler fühlt. Der Olympionike war ein echter Star zum Anfassen. Geduldig schreib er Autogramme, ließ für ein Foto auch mal das warme Essen stehen. Mit dabei hatte er seine Gold- und Silber-Medaillen aus Vancouver, die seine Fans nicht nur anfassen sondern sich auch mal umhängen durften. Nebenbei verriet er, dass er seine Medaillen bei seiner Mutter aufbewahrt.

Und noch etwas verriet der sympathische Sportler aus Brandenburg: "Nächstes Jahr mache ich beim Elbetreiben mit" - vorausgesetzt für den Recken findet sich ein Neoprenanzug.

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