Dobbertin: Pilotprojekt für Senioren

: "Dorf im Dorf" in Dobbertin geplant

Architekt Axel Gutzeit (r.) und Bürgermeister Horst Tober mit den Plänen für ihr Wohlfühldorf.Michael-Günther Bölsche
Architekt Axel Gutzeit (r.) und Bürgermeister Horst Tober mit den Plänen für ihr Wohlfühldorf.Michael-Günther Bölsche

Die Planungen für das Pilotprojekt "Dorf im Dorf" sind soweit vorangekommen, dass im kommenden Frühjahr im Klosterdorf für eine spezielle Wohnsiedlung für ältere Bürger der erste Spatenstich erfolgen könnte.

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01. Dezember 2010, 09:09 Uhr

Von rund 20 Interessenten aus der Region liegen erste Bewerbungen zum Umzug ins "Wohlfühldorf für Senioren" vor, die Nachfrage ist steigend.

"Wir bieten etwa 60 bis 70 Eineinhalb- und Drei-Raum-Wohnungen an. Diese sind mietbar oder können gekauft und vererbt werden", sagt Thomas Niemeyer, einer der Partner, der das Projekt mit entwickelt hat und den Vertrieb übernimmt. "Wichtig ist uns, die Nebenkosten für diese Seniorenwohnungen über Jahre konstant zuhalten", so Niemeyer. Deshalb soll die Energieversorgung unabhängig von Öl und Gas erfolgen. Regionale Firmen sollen vorrangig von den Aufbauarbeiten profitieren.

Die ersten Einzüge in das "Dorf im Dorf" sind für das Jahresende 2011 vorgesehen.

Bürgermeister Horst Tober weiß sehr genau, dass viele seiner älteren Mitbürger gerne im Dorf bleiben und auf die vertraute Umgebung auch im Alter nicht verzichten wollen. Zudem könne man nicht alle älteren Menschen in Pflege- oder Altersheimen unterbringen.

Auf der Suche nach einer Lösung lernte er den Berliner Architekt Axel Gutzeit kennen. Er befasst sich seit Jahren mit dem Thema "Alt werden auf dem Lande". So entstand das Projekt "Dorf im Dorf" als neue Siedlung mitten im gewachsenen Ort. "Am Wiesengrund wird eine schmucke Wohlfühlinsel entstehen", sagt Tober.

Beim Aufzählen der Vorzüge dieses Projektes kommt der Bürgermeister ins Schwärmen. Genutzt wird die Vernetzung der Infrastruktur von Praxisräumen vor Ort bis zum umfangreichen Dienstleistungsangebot. Für junge Leute sollen dadurch neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze entstehen. Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern wie der Reha-Klinik im nahen Lohmen laufen bereits vielversprechend.

Jeder vierte der 1250 Einwohner Dobbertins ist derzeit über 60 Jahre alt.

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