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Lokales

20. August 2017 | 13:48 Uhr

Doberaner Straße bald wieder frei

vom

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Endspurt für die Sanierung in der Doberaner Straße. Die letzten Arbeiten des modernisierten Mischwassersammlers auf einer Länge von 145 Metern sind fast beendet, damit Rostocker Anwohner bis Ende Juni wieder freie Fahrt haben. Doch bevor der Verkehrsverknüpfungspunkt freigegeben wird, müssen Anwohner und Autofahrer noch einmal Geduld mitbringen. Von Freitag bis Sonntag wird der Abschnitt zwischen Kabutzenhof und Lübecker Straße für den öffentlichen Nahverkehr gesperrt. "An den Tagen wird die Gleisumfahrung der Straßenbahn zurückgebaut und die ursprünglichen Gleise neu verlegt", sagt Ilona Holtz, Gebietsdirektorin Rostock von Eurawasser Nord. Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) richtet vorrübergehend Umleitungen für den Straßenbahn- und Busverkehr ein.

Was bis zur endgültigen Freigabe der Baustelle dann noch fehlt, ist eine neue Fahrbahn. "Die soll planmäßig bis zum 30. Juni fertig sein", so Holtz. Seit Beginn der Arbeiten ist die Doberaner Straße, mit dem Auto aus Richtung Werftdreieck kommend, über den Kabutzenhof zu erreichen.

Inspektion mit Kameratechnik

Bei einer Inspektion des 98 Jahre alten Mischwassersammlers hatte der Entsorger Eurawasser im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes festgestellt, dass eine Erneuerung dringend erforderlich war. Eine Inspektion mit einer Kamera bestätigte die Notwendigkeit. "Weil es sich bei dem Sammler um einen der wichtigsten in ganz Rostock handelt, war eine Vorplanung von bis zu einem Jahr notwendig", sagt Gabi Kniffka, Sprecherin von Eurawasser. Das Schmutz- und Regenwasser aus den umliegenden Gebieten der Kröpeliner-Tor-Vorstadt läuft in dem Rohr mit seltenem Rechteckprofil direkt unter dem Gleisbett der Straßenbahn entlang. "Das Projekt in Höhe von 1,8 Millionen Euro war eine besondere Herausforderung für uns und die RSAG", fügt Kniffka hinzu. Nachdem die Gleise provisorisch auf eine Spur verlegt wurden, konnten die Sanierungsarbeiten im Februar beginnen. Von einer Startgrube, angrenzend zur Lübecker Straße, starteten die Arbeiter der beauftragten Firma Strabag mit dem Rohrrelining. "Das bedeutet, dass in das bestehende rechteckige Sammelrohr runde Rohrelemente aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit einer Länge von 1,5 Metern hineingeschoben wurden", sagt Roland Micheel, stellvertretender Abteilungsleiter Zentraldienste von Eurawasser. Der ursprüngliche Sammler aus dem Jahr 1913 wurde dabei in seinem Durchmesser reduziert. Gleichzeitig bauten die Arbeiter einen neuen Einstiegsschacht. Bis auf eine Tiefe von 1,30 Meter ist dieser bereits verschlossen. Unterdessen passten die Arbeiter die Rohre in das unterirdische System ein. "Dabei wurden die Öffnungen für die Grundstücksanschlüsse ausgefräst", sagt Micheel. Insgesamt 40 Anschlüsse hat das Unternehmen verlegt. Einige Rohrstücke seien zusammengefallen und durch neue ersetzt worden, so der stellvertretende Abteilungsleiter. Damit das Mischwasser weiterhin ungehindert abfließen konnte, verlegte das Unternehmen oberirdisch eine Ersatzleitung. "Eine Überpumpanlage wurde dafür an der Elisabethstraße installiert", sagt Holtz. Zudem lenkte Eurawasser das Mischwasser aus dem Abwasserpumpwerk aus dem Patriotischem Weg über die Anlage um.

Wenn das Gleisbett wieder in seinen Urzustand gebracht worden ist, erfolgt ab dem 20. Juni der Rückbau der Pumpanlage und der oberirdischen Leitungen. "Der Ablauf war reibungslos", sagt Kniffka.

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erstellt am 13.Jun.2011 | 04:34 Uhr

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