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Lokales

17. Dezember 2017 | 14:59 Uhr

Dienstwagen-Affäre: Strafanzeige droht

vom

svz.de von
erstellt am 06.Mai.2010 | 11:21 Uhr

Rehna | Nach der Dienstwagenaffäre von Rehna droht dem ehemaligen Amtsleiter Dirk Gros ein juristisches Nachspiel. "Unabhängig von der Einstellung des Disziplinarverfahrens besteht die weitere Prüfung zur Einleitung einer Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat die Vorermittlung zu diesem Fall nicht abgeschlossen", teilte gestern Abend der Rehnaer Amtsvorsteher Andreas Spiewack mit.

Gegen den ehemaligen Spitzenbeamten des Amtes Rehna hatte Andreas Spiewack zuvor ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Der Verdacht: Gros könnte das Dienstfahrzeug über das zulässige Maß hinaus für private Zwecke benutzt und nicht nachvollziehbar abgerechnet haben. Zudem soll er die Tankkarte für private Zwecke benutzt haben. Der Verdacht habe sich erhärtet und bewahrheitet. "Der nachgewiesene finanzielle Schaden ist durch den Betroffenen gegenüber dem Amt und gegenüber dem Steuerzahler beglichen worden. Aber moralisch bleibt ein bitterer Beigeschmack", so Andreas Spiewack. Nach seinen Angaben war ein Schaden von mehreren tausend Euro entstanden.

Die Dienstwagenaffäre von Rehna ist nach der Schadensbegleichung durch Gros noch längst nicht zu den Akten gelegt. Denn der Amtsausschuss ordnete nach Bekanntwerden der Affäre eine überörtliche Prüfung durch den Landkreis Nordwestmecklenburg an. Dabei wurde die Verwaltungstätigkeit des Amtes Rehna unter die Lupe genommen. Nach Informationen unserer Zeitung soll es weitere Ungereimtheiten bei Ausschreibungsverfahren zur Beschaffung der Dienstfahrzeuge gegeben haben. Die Mitglieder des Amtsausschusses forderten die Rehnaer Verwaltung zu einer Stellungnahme auf, die auch dem Gemeindeprüfungsamt des Landkreises vorgelegt werden soll. Für Mitte Mai ist dann ein Treffen mit Vertretern des Landkreises Nordwestmecklenburg und des Amtes Rehna geplant.

Amtsvorsteher Andreas Spiewack setzt weiterhin auf Transparenz. Er kündigte gestern an, dass die Prüfungsergebnisse demnächst öffentlich im Amt ausliegen werden - unter Beachtung der Vorschriften des Landesdatenschutzgesetzes. Zuvor wird es eine Sitzung des Amtsausschusses geben.

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