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Lokales

24. September 2017 | 19:38 Uhr

"Dienen ist mehr Geben als Fordern"

vom

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2010 | 07:05 Uhr

Schelfstadt | Mit einem feierlichen Übergabeappell übernahm gestern in der Schweriner Werderkaserne Oberst Martin Roland Braun die Dienstgeschäfte des Kommandeurs Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern. Das Landeskommando hat mit 23 Standorten und etwa 15 000 Dienstposten die zweithöchste Bundeswehrdichte in Deutschland. In Schwerin beträgt die derzeitige Stärke 80 Soldaten und Zivilisten. Seit April 2003 führt die Bundeswehr im Rahmen der Qualifizierung von Soldaten die Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung (ZAW) in Zusammenarbeit mit zivilen Ausbildungseinrichtungen durch. Gegenwärtig sind 155 Soldaten in Schwerin, die ihre 18- beziehungsweise 21-monatige Ausbildung mit einem IHK-geprüften Gesellenbrief abschließen werden.

Der Appell wurde mit Klängen des Wehrbereichsmusikkorps eingeleitet. Nach der Ansprache von Oberst Heinrich Drünkler, der als Reserveoffizier für drei Monate das Kommando übernommen hatte, schritten der Befehlshaber Wehrbereichskommando I "Küste", Konteradmiral Jens-Volker Kronisch, Innenminister Lorenz Caffier und Oberst Heinrich Drünkler zu Klängen des Präsentiermarsches die Front ab.

Nach einer Gedenkminute für den in Afghanistan getöteten Bundeswehr-Soldaten würdigte der Konteradmiral die bisherigen Leistungen der Soldaten und betonte, dass die Bundeswehr sich auch bei Katastrophen stets als Helfer für die Zivilbevölkerung bewährt habe. Gerade die Häufigkeit solcher Einsätze, beispielsweise bei Hochwasser, nehme ständig zu. In diesem Zusammenhang betonte er, dass die Aufgabe der Soldaten der Dienst für das Land sei. "Dienen ist mehr Geben als Fordern", betonte er. Ausführlich beschäftigte sich der Konteradmiral mit den kommenden Veränderungen bei der Bundeswehr. Obwohl er unterstrich, dass die Politik die Weichen stellen müsse, bedauerte er den Wegfall der Wehrpflicht. Er befürchte, dass dadurch die Nachwuchsgewinnung schwieriger werde. Angesichts der demografischen Entwicklung müssten auch neue Anreizsysteme für junge Soldaten geschaffen werden.

Der Konteradmiral entlastete dann Oberst Heinrich Drünkler und erteilte Oberst Martin Roland Braun das Landeskommando.

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