Diebe stehlen Ponykutsche und Sulky

Zwei dieser Tore haben die Diebe, die sehr überlegt vorgingen, aufgebrochen.
Zwei dieser Tore haben die Diebe, die sehr überlegt vorgingen, aufgebrochen.

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25. Mai 2012, 05:14 Uhr

Wittenberge | "Ich höre auf, verkaufe alles, was noch da ist. Ich will nicht mehr weitermachen." Das waren die ersten Gedanken, die dem Elbestädter Hartmut Martin durch den Kopf schossen, als er letzten Sonntag vor seiner leere Garage bei Weisen stand. Die Ponykutsche, der Sulky, sämtliche Trensen, Riemen, alles, wirklich alles, was mit den Pferden und den Wagen im Zusammenhang stand, haben Unbekannte an sich gebracht und sind damit verschwunden. "Zum Glück hatte ich meine fünf Tiere in der Nacht woanders stehen. Wer weiß, was sonst noch passiert wäre."

Mittlerweile hat der Elbestädter es sich überlegt. Er gibt Pferdehaltung und Kutschsport wohl doch nicht auf. Die Familie, Bekannte und Freunde haben ihn umgestimmt, sagt Martin. Er wird sich eine neue Kutsche aufbauen und "nach und nach, so wie man eben kann, die einzelnen Sachen wieder anschaffen". "Es wird aber dauern." Der Verlust der Kutsche schmerzt Martin besonders. "Ein polnisches Modell, das ich in Magdeburg kaufte und dann Stück für Stück nachgerüstet habe." Sie sei etwas ganz Besonderes, sagt Martin. Der Freizeitkutscher und Ponyliebhaber ist davon überzeugt, dass der Diebstahl kein Zufall war. Die beiden Fahrzeuge plus Zubehör hatten Martins in einem etwa 300 Meter von ihrem Weisener Sommerhaus entfernten kleinen, eingezäunten Lagerhaus stehen. "Die Diebe haben das große Zauntor aufgebrochen, zwei schwere Tore geknackt, waren professionell. Wer so etwas tut, weiß genau, warum er das tut", ist Martin überzeugt. Die Polizei hat die Spuren untersucht. Augenscheinlich haben die Diebe Kutsche und Sulky bis an den nahen Waldrand gezogen. Dort muss ein Fahrzeug gestanden haben. Über die alte B 189 sind die Täter dann wahrscheinlich geflüchtet.

Natürlich macht sich Hartmut Martin Gedanken, wo Kutsche und Sulky jetzt wohl fahren. "Der Ponywagen ist wirklich einzigartig, fällt auf", sagt der Mann. Er gründet darin auch seine Hoffnung, dass die Kutsche, wenn sie nicht in den Süden Deutschlands oder über die Grenze geschafft wurde, vielleicht doch dem einen oder anderen hier ins Auge fällt. Für Hinweise ist sicher auch die Polizei dankbar.

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