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Lokales

21. Oktober 2017 | 10:48 Uhr

Die Zielscheibe immer fest im Blick

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svz.de von
erstellt am 25.Apr.2011 | 06:09 Uhr

Gadebusch | Das Luftgewehr fest im Griff und das Ziel stets vor Augen. Flache Atemstöße, aufrecht stehen und mit dem Zeigefinger nur kurz den Abzug betätigen - so in etwas sieht es aus, wenn die Mitglieder der Gadebuscher Schützenzunft von 1583 e.V. am Luftgewehr stehen.

Jetzt fand im Schützenheim in Gadebusch das traditionelle Osterschießen auf dem Terminplan. Am Nachmittag hatten alle Schützen die Gelegenheit, nicht nur ihr Können am Luftgewehr unter Beweis zu stellen, sondern auch ihr Glück. "Heute haben wir das Schießen ein bisschen entschärft. Deshalb gibt es auch nur zwei Altersklassen: bis 50 Jahre und ab 50 Jahren", sagte Kreismeister Martin Lukat. "Es soll heute vor allem um Spaß gehen", so Lukat. Zunächst hatten alle Teilnehmer fünf Probeschüsse, danach kamen die Wertungs scheiben - zehn Schuss insgesamt. Das Luftgewehr entsichern, laden und dann die Zielscheibe fest ins Visier nehmen. Das tat an diesem Nachmittag auch Silke Steinfeld, Pressewartin der Gadebuscher Schützenzunft. "Gut Schuss" wünschen sich die Schützen und dann gilt es ruhig zu bleiben. Der Schütze hat sein Ziel, möglichst in die Mitte zu treffen, fest vor Augen. Nur ein kleines bisschen gewackelt und schon geht der Schuss daneben. Doch Silke Steinfeld passierte dies beim Osterschießen eher selten, denn sie landete mit 82 Ringen, hinter Barbara Lukat mit 91 Ringen, auf dem 2. Platz in der Damen-Altersklasse bis 50 Jahre. Bei den Männern in der Altersklasse bis 50 Jahre kam es an diesem Nachmittag sogar zu einem Stechen. Der amtierende Kreismeister, Martin Lukat, hatte 96 Ringe geschossen. Ebenso der stellvertretende Vereinsvorsitzende Lutz Kidawa. Doch Lukat setzte sich im Stechen durch und nahm den Pokal für den ersten Platz mit nach Hause.

Der Verein von 1583 hat zurzeit 105 Mitglieder und kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Im Schützenheim hängen zahlreiche Bilder der damaligen und heutigen Schützenkönige. Dahinter versteckt sich auch eine Geschichte. "Einige der alten Bilder lagen in einem Karton auf dem Dachboden einer Gadebuscherin. Nur durch Zufall wurden die Bilder entdeckt, sonst wären sie jetzt im Abfall gelandet", sagt Lutz Kidawa. Aber nicht nur Fotografien von Schützenkönigen aus der damaligen Zeit hängen im Saal des Schützenheims, sondern auch eine große Königstafel. Auf dieser stehen alle Namen der Schützenkönige der Gadebuscher Schützenzunft. Auch historische Persönlichkeiten sind darunter zu finden. Unter anderem Friedrich Franz III. Großherzog von Mecklenburg-Schwerin oder auch Alexandrine Auguste Herzogin von Mecklenburg. Letztgenannte war von 1912 bis 1947 Königin von Dänemark und Island. "Welcher Schützenverein kann solche Ahnen vorweisen wie unserer", sagt Lutz Kidawa.

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