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Lokales

14. Dezember 2017 | 16:05 Uhr

Die Zeitung auf dem Plüschkissen

vom

svz.de von
erstellt am 09.Sep.2010 | 08:22 Uhr

Prignitz | Sie sind kuschelig und blau und sie machen sich gut in den weiterführenden Schulen der Prignitz: Die blauen Sitzkissen in den Lese ecken des "Prignitzers". In Perleberg und Wittenberge findet man sie jeweils am Gymnasium und an der Oberschule, darüber hinaus am Oberstufenzentrum in Wittenberge und an der Oberschule in Glöwen. Die Sitzecken allein machen es jedoch noch nicht. Alle genannten Schulen bekommen auch den "Prignitzer" täglich druckfrisch ins Haus geliefert, zunächst für ein Jahr. Das Ganze geschah auf Wunsch der Schüler, die zuvor am Projekt "Schule macht Zeitung" (SchmaZ) teilgenommen hatten. "Sie erachteten es als sinnvoll, die Zeitung auch nach Projektende weiter täglich zu lesen, baten um Vorschläge, wie man das in die Tat umsetzen könnte", berichtet Christian Koletzki, Geschäftsstellenleiter beim "Prignitzer".

Es lag nahe, mit den damaligen Projektpartnern in Kontakt zu treten - Regionaler Wachstumskern Perleberg-Wittenberge-Karstädt, Wirtschaftsinitiative Westprignitz sowie Volks- und Raiffeisenbank Prignitz. "Uns ist bewusst, dass es längst nicht mehr in jedem Haushalt eine Tageszeitung gibt. Zum anderen ist die Zeitung für uns natürlich ein wichtiges Medium, über das wir Informationen gerade auch zu jungen Menschen transportieren wollen", fasst Perlebergs Bürgermeister Fred Fischer mehrere Argumente zusammen, die letztendlich den Ausschlag gaben, die Idee gemeinsam mit dem "Prignitzer" umzusetzen.

Christian Koletzki begab sich in die Spur, organisierte alles das, was man für eine gemütliche Leseecke braucht. Der schon länger gehegte Wunsch konnte nun zu Beginn dieses Schuljahres erfüllt werden.

Veit Goralczyk-Pehl, Leiter des Gottfried-Arnold-Gymnasiums in Perleberg, findet die Leseecke eine tolle Sache. "Auch so etwas ist sehr gut dazu geeignet, das Leseverhalten gezielt zu beeinflussen und zu fördern", sagt der Pädagoge. Am Rande bemerkt er, dass der "Prignitzer" auch für den einen oder anderen Lehrer in seinem Kollegium, der nicht im Verbreitungsgebiet der Zeitung wohnt, natürlich von Interesse ist.

Für die Volks- und Raiffeisenbank ist noch ein anderer Aspekt von Bedeutung: Die Zeitung spiele insofern eine wichtige Rolle, als dass über dieses Medium Leser viel über politische Hintergründe erfahren - ein wichtiger Beitrag zu Toleranz und gewaltfreiem Miteinander.

In der Zwischenzeit gibt es das Projekt "SchmaZ" als "ZiSCH" - Zeitung in der Schule und mittlerweile auch in der Grundschule. "Wir würden die Leseecken gern auch in Grundschulen einrichten - dafür wären dann aber wieder Sponsoren vonnöten, die das Vorhaben unterstützen und sich am Zeitungsabonnement beteiligen", steckt Christian Koletzki das nächste Ziel ab. Er machte zudem deutlich, dass die Prignitz im Bereich des gesamten Verlagshauses eine Vorreiterrolle einnimmt: "Wir sind die ersten, die solche Leseecken in Schulen haben."

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