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Lokales

15. Dezember 2017 | 05:33 Uhr

Die unendliche Geschichte

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erstellt am 09.Sep.2010 | 07:20 Uhr

GroSS Pankow | Nachdem sich die Gemeindevertretung von Groß Pankow (Prignitz) in der letzten Sitzung vor der Sommerpause nicht darauf einigen konnte, für das gesamte Gemeindegebiet das skandinavische Modell einzuführen, befasste sich der Ordnungsausschuss am Mittwochabend erneut mit der Umbenennung von doppelten Straßennamen in der Gemeinde. Das skandinavische Modell, wonach es keine Straßennamen in den Orten mehr gibt, sondern nur noch Hausnummern, in der postalische Adresse dann also der Ortsname mit der Hausnummer, der Postleitzahl und dem Gemeindenamen erscheint, ist aber für das gesamte Gemeindegebiet Groß Pankow (Prignitz) vom Tisch. Im Nachhinein stellte sich nämlich heraus, so Ordnungsamtsleiterin Gudrun Dahlke, dass vor allem Bürger in Orten mit mehreren Straßen bei diesem Modell neue Hausnummern erhalten und diese auch selbst anschaffen müssten. Dagegen könnten sie mit Erhalt des Verwaltungsbescheides in Widerspruch gehen, gar klagen. Und vor Gericht wäre die Verhältnismäßigkeit dieser Verwaltungsmaßnahme nur schwer nachzuweisen", macht Gudrun Dahlke deutlich.

Die Ordnungsamtsleiterin räumt ein, dass dieses Problem vor der Diskussion um den Vorschlag des skandinavischen Modells nicht genügend abgeprüft worden sei, sondern erst, nachdem es verstärkt Widerstände von Bürgern dagegen gegeben habe.

Egal wie, nach wie vor gibt es doppelte Straßennamen in der Gemeinde, und das soll endlich geändert werden. Schon seit Ende 2009 wird darüber in der Gemeindevertretung diskutiert, gab es Ortsbeiratssitzungen, Einwohnerversammlungen dazu. Aber auch Protestaktionen dagegen wie beispielsweise Unterschriftensammlungen. Gemeindevertreter Peter Gericke stellte am Mittwochabend erneut klar, dass die Wolfshagener gegen jegliche Änderung seien, zumal es sich um keine gesetzliche Aufforderung handele, doppelte Straßennamen zu ändern, sondern nur um eine Empfehlung des brandenburgischen Innenministeriums. Das weiß auch Gudrun Dahlke, doch sie hält dagegen, dass doppelte Straßennamen in der Gemeinde schon zu Fehlzustellungen wichtiger amtlicher Post geführt hätten.

Die meisten Ortsbeiräte haben ein Einsehen, und so liegen neue Vorschläge für Straßennamen vor, zum, Teil aber auch Hilfsgriffe wie beim Thema Dorfstraße, die dann immer wieder auftaucht, allerdings mit dem entsprechenden Ortsnamen davor wie beispielsweise Kuhbierer Dorfstraße. Auch eine Möglichkeit, den Ortsnamen in der künftigen postalischen Anschrift nicht ganz untergehen zu lassen. Andere gehen da offensiver heran wie Lindenberg oder Vettin. Sie wollen das skandinavische Modell, haben mit den Bürgern darüber diskutiert. Tacken und Seddin denken ebenfalls darüber nach. Für Gudrun Dahlke ermögliche die Benennung nur nach Hausnummern selbst bei Orten mit mehreren Straßen wie in Lindenberg eine bessere Orientierung für Besucher, "denn an jeder Kreuzung wird per Schild auf die Hausnummern in der jeweiligen Straße hingewiesen."

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