Die "Rache der Wölfe"

Regieassistentin Conny Schladitz ändert Textpassagen und bespricht diese mit den Darstellern.
1 von 3
Regieassistentin Conny Schladitz ändert Textpassagen und bespricht diese mit den Darstellern.

Auf der Naturbühne in Neu Damerow herrscht in diesen Tagen reges Treiben. Seit Wochenbeginn laufen die Proben für die 18. Apachen-Live-Show, die am Sonnabend um 15 Uhr Premiere haben wird. Autor und Regisseur ist erneut Wolfgang Kring.

von
16. Juli 2009, 11:49 Uhr

Neu Damerow | Auf der Naturbühne in Neu Damerow herrscht in diesen Tagen reges Treiben. Seit Wochenbeginn laufen die Proben für die 18. Apachen-Live-Show, die am Sonnabend um 15 Uhr Premiere haben wird. Autor und Regisseur ist erneut Wolfgang Kring.

Schon äußerlich präsentiert sich die Naturbühne in Neu Damerow in einem neuen Gewand. Ein größerer Teich ist entstanden, auf dem die Indianer sogar mit einem Kanu fahren können und - das Entscheidende - die Bühne wurde mit etwa 30 Wagenladungen Sand aufgefüllt und planiert. "Oftmals hat der Regen für Matsch und tiefen Schlamm gesorgt. Das war für unsere Pferde und auch für unsere Stunts gefährlich", klärt Mecklenburgs bekanntester Indianer Wolfgang Kring auf. Bei einer Probe, die trotz Regenschauer stattfand, hatte der Boden bereits eine erste Bewährungsprobe - und bestanden.

Wolfgang Kring, der wieder in der Einheit als Autor, Regisseur und Dramaturg fungiert, sortiert seine Darsteller. Um die Tiere zu schonen, werden alle Bewegungen zu Fuß ausgeführt. "Das hat auch den Vorteil, dass man sich die Wege besser einprägt", ist sich Kring sicher. Dabei wird der Text noch angepasst und Regieassistentin Conny Schladitz trägt die Änderungen in das Buch ein.

Während Tonmeister Achim Hagen aus Ludwigsfelde im Saloon die Musik auswählt und entsprechend mischt, bereitet Brigitte Radewald das Mittag vor. Schon oft hat die Hausfrau aus Neu Poserin bei den Proben gekocht. Zu Hause sind es zwei Personen, hier 50, die alle das Essen schätzen. Vorgestern gab es Kotelett und am Montag mundete der deftige Eintopf.

Auf der Bühne ist derweil die Probe fortgeschritten. Die Kavalleristen studieren ihre Handlungsabläufe ein. Zügig und intensiv ohne langes Diskutieren folgen die Darsteller - alles Laien - den Anweisungen Krings.

Viele von ihnen sind schon seit Jahren dabei, kennen das Procedere. Julia Linke (21) aus Stahnsdorf bei Potsdam dagegen ist Neuling. "Aber ich fühle mich schon heimisch und wohl hier. Es ist eine dufte Truppe", sagt sie. Auf die Idee des Mitspielens ist sie durch Zufall gekommen. Mit den Eltern hatte sie einen Reiturlaub gebucht und da die Indianerluft geschnuppert.

In einer kurzen Pause erzählt Kring die Handlung der diesjährigen Geschichte. Es geht um Indianer, die in eine Reservation einziehen müssen. Dort sollen sie auf ihre Traditionen verzichten und auch die Verpflegung klappt nicht wie versprochen. Es kommt zu einem Ausbruch, bei der die "Wölfe" - ein Kriegerbund - eine nicht unwesentliche Rolle spielen. "Zwar ist diese Geschichte fiktiv, aber die Art und Weise des Umgangs der Weißen mit den Indianern ist allgemein bekannt und hätte sich durchaus so zugetragen haben können", so Kring, der natürlich auch für viele Stunts sorgt.

Termine der Vorstellungen in diesem Jahr sind der 18. und 25. Juli und 8. August jeweils um 15 Uhr und der 19. und 26. Juli sowie der 9. August jeweils um 13 Uhr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen