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Lokales

22. September 2017 | 19:13 Uhr

Die Qual der Wahl im Mittelfeld

vom

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erstellt am 12.Jul.2011 | 10:16 Uhr

Rostock | "Ich habe nicht nur eine gewisse Elf im Kopf, sondern 16, 17 Spieler, die sich auf einem Niveau bewegen. Die Leistungsdichte im Kader ist größer geworden. Doch müssen wir durch die letzte Woche jetzt auch noch verletzungsfrei durchkommen. Dann werden wir am Sonnabend nach dem Abschlusstraining entscheiden, wie wir gegen Paderborn anfangen werden", erklärte Peter Vollmann. Der Chefcoach vom Fußball-Zweitliga-Aufsteiger FC Hansa Rostock lässt sich wenige Tage vor dem Saisonstart am Sonntag um 15.30 Uhr in der heimischen DKB-Arena nicht in die Karten schauen und heizt den Konkurrenzkampf weiter an.

Im Tor gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jörg Hahnel (29) und Kevin Müller (20). In den Testspielen konnten sich beide Schlussmänner kaum empfehlen, bekamen nur wenig zu tun. "Keiner von beiden geriet in einer Partie mal so richtig unter Beschuss. Daher werden die Trainingseindrücke sowie die Einschätzungen vom Torwarttrainer (Alexander Ogrinc - d. Red.) eine Entscheidung bringen. Es wird auch keine Wahl zwischen jung und alt. Jörg Hahnel ist ja erst 29", sagt Vollmann. Für "Jockel" spricht dennoch die größere Erfahrung, immerhin hielt der gebürtige Erzgebirgler schon in der 1. und 2. Bundesliga. Allerdings setzte er aufgrund von leichten Blessuren (Knieprobleme sowie Zerrung) ein paar Tage in der Vorbereitung aus. Leistungsmäßig stehen beide Keeper auf einem ähnlichen Niveau, so dass Nuancen den Ausschlag geben dürften. "Es wird einige schwere Entscheidungen geben, darunter die im Tor. Die Unterschiede liegen oft nur im 0,001 Prozentbereich", so der 53-Jährige.

Die Vierer-Abwehr-Kette dagegen stellt sich im Moment aufgrund von Verletzungssorgen - Matthias Holst und Stephan Gusche fehlen - nahezu von selbst auf. Peter Schyrba (rechts) und Sebastian Pelzer (links) verteidigen außen, sind nahezu konkurrenzlos. Der lange verletzte Dexter Langen sowie

Michael Blum scheinen die ersten Alternativen zu sein. Hinter den beiden gesunden Innenverteidigern Michael Wiemann und Pavel Kostál lauert derzeit nur Youngster Pellen Jensen, der zuletzt noch einige Anpassungsprobleme an den Männerbereich offenbarte.

Ein Hauen und Stechen gibt es jedoch im Mittelfeld. Sogar Top-Kräften der vergangenen Aufstiegssaison - Björn Ziegenbein (14 Tore/neun Vorlagen) und Mohammed Lartey (10/13) - droht zu Saisonbeginn die Bank, zumal Letzterer über eine Woche der Vorbereitung wegen Knöchelproblemen fehlte und vom Coach einen Rüffel wegen zu lascher Einstellung bekam. Die Qualität in diesem Bereich wurde durch die Verpflichtungen von Timo Perthel und Marek Mintál deutlich erhöht. Beide Spieler sollten am Sonntag in der Start-Elf stehen. Zudem absolvierte Tobias Jänicke eine sehr auffällige Vorbereitung. Im Rennen um die zentral-defensive Position hat Robert Müller aktuell die Nase vorn. Talent Kevin Pannewitz dürfte lediglich der Platz auf der Bank bleiben. Angesichts der großen Konkurrenz sollten Michael Blum, Sergej Evljuskin wie auch im Angriff Radovan Vujanovic nur geringe Aussichten auf eine Hohe Anzahl an Saisoneinsätzen haben.

Für den Sturm kristallisierte sich das Duo Marcel Schied/Tino Semmer heraus - sofern Vollmann auf zwei Spitzen setzt. Als erste Alternative zu den beiden stünde Lucas Albrecht bereit, der nun - nach 26 Drittliga-Partien ohne Treffer im vergangenen Jahr - zeigen muss, dass er im Männerfußball angekommen ist.


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